Hirschthal

200 Jahre altes Hochstudhaus muss Perron weichen

Lotterte in den letzten Jahren vor sich hin: das Hochstudhaus neben den WSB-Gleisen in Hirschthal.

Lotterte in den letzten Jahren vor sich hin: das Hochstudhaus neben den WSB-Gleisen in Hirschthal.

Es ist rund 200 Jahre alt, steht an der Wegkreuzung Haupt-/Holzikerstrasse und steht im Gemeindeinventar (HIR 904). Doch das Hochstudhaus befindet sich laut Experten «in einem sehr schlechten Zustand». So schlecht, dass in seiner Südwestecke eine Leiter unterstellt werden musste, damit das Dach nicht zusammenstürzt. Jetzt sind die Tage des Hauses gezählt. In einer Interessensabwägung hat die WSB (heute Aargau Verkehr) gesiegt. Denn die Bahn muss ihre Haltestelle verlängern, weil sie in absehbarer Zeit mit Doppeltraktionen der neuen blauen Züge (total 120 Meter lang) fahren will. Und weil die Haltestelle behindertengerecht gemacht werden muss.

Ist das Hochstudhaus einmal weg, entsteht die Möglichkeit, eine private Wohnüberbauung zu realisieren. Entsprechende Pläne sind bereits sehr weit fortgeschritten, waren Teil der 2018 abgeschlossenen «Testplanung Zentrum».

Es sind nicht die einzigen Überbauungspläne: Bereits aufgelegen ist ein Projekt auf der anderen Seite der Kantonsstrasse. In der Ecke Haupt-/Talstrasse (gegenüber dem einstürzenden «Frohsinn») sollen 44 Wohnungen entstehen. Es gingen zwei Einsprachen ein. Baustart soll 2020 sein. (uhg)

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