Gute 20 Meter über dem Boden hängt ein Fallschirm in den Bäumen in Moosleerau. Wegen des starken Windes ist es für die Mitarbeiter der Rega und der Feuerwehr kein einfaches Unternehmen, den Verunfallten aus seiner misslichen Lage zu befreien, wie «Tele M1» berichtet.

Den zu Beginn harmlosen Sprung des 20-Jährigen verfolgte auch sein Vater mit. Werner Kull bangte stundenlang um seinen Sohn.

«Sie starteten ab dem Flugplatz Triengen mit einer Maschine. Die Verhältnisse sahen eigentlich gut aus. Sonst hätte man sich nicht für einen Start entschieden. Wir befanden uns in der Landezone und erwarteten sie dort», erklärt der Vater.

Es kam ein Windstoss

6 Kollegen landeten denn auch planmässig – darunter aber nicht der 20-Jährige. Ein Windstoss trieb ihn in die Richtung der Bäume, so dass er letztlich dort 3 Stunden festhing.

Er besass einen riesigen Schutzengel, denn er überstand seinen Unglücksflug beinahe unverletzt. Er wurde aber zur Kontrolle ins Spital gebracht.

Sein Vater ist erleichtert: «Es war nicht einfach, ihn von dort oben runter zu bringen. Aber dank den Rettungskräften gelang das doch sehr gut und ich will ihnen ganz herzlich dafür danken.»

Missglückter Probeflug

Sein Sohn sei ein geübter Fallschirmspringer. Wie schon öfters habe er darum am Sonntagnachmittag mit Kollegen seinem Hobby frönen wollen: mit alten Rundkappenfallschirmen der amerikanischen Armee – welche nicht so einfach steuerbar sind – aus dem Flugzeug zu springen.

Dieser Probeflug für ein Fallschirmspringer-Treffen in Frankreich ging am Sonntag aber gründlich schief. (ahu)