Es waren gewaltige Gletscherbewegungen, die vor tausenden Jahren das heutige Suhrental formten. Der Reussgletscher hinterliess auf der Höhe von Staffelbach eine Endmoräne, die Seitenmoränen sind ebenfalls noch gut sichtbar. Das Uerkental und das Ruedertal sind zwei Seitentäler des Suhrentals, die sich durch viel unberührte Natur auszeichnen. 

In den Tälern gibt es viel zu entdecken, viel Neues zu erfahren, vieles zu probieren und erleben. Eine Auswahl an Möglichkeiten geben wir Ihnen hier. Im Suhrental muss man...

1. ... an einem schönen Sonnentag auf dem roten Bänkli im Kirchleerber Findlingsgarten sitzen und die Ruhe geniessen. Von hier aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Suhrental. 

                    

2. ... im Matter-Stübli ein Feierabendbier trinken und sich in die Zeiten, als der berühmt berüchtigte Aargauer Gauner Bernhart Matter aktiv war, zurückversetzten lassen. Im "Bären" soll die Kultfigur zur Welt gekommen sein. Noch heute erinnern im "Matter-Stübli" viele Bilder an den Gauner. 

3. ... sich an der Suhre, beispielsweise in Staffelbach, ein schönes Plätzchen suchen, die Füsse ins kalte Wasser dünkeln und eine Ruedertaler Hofglace genissen.

4. ... in Hirschthal ein Teppichcurling spielen. Dass es für diese Sportart kein Eisfeld braucht, zeigt David Schneeberger. Er ist mit Leib und Seele Spieler und erklärt jedem Interessierten das Spiel gerne.

5. ... sich an eine Veranstaltung in die Hirschthaler Biberburg einladen lassen. Der Bau ist einmalig und erinnert an das Wohnhaus eines Bibers. Der Kulturort ist eingebettet in eine natürliche Umgebung und liegt direkt an der Suhre. Beim Bau wurde darauf geachtet, einheimische und natürliche Ressourcen zu verwendenn, so stammen 90 Prozent der verwendeten Materialien aus dem Umkreis von 20 Kilometern.

6. ... das Hügeliloch in Schöftland suchen gehen. Der Spaziergang zum mystischen Ort ist kurz, die Suche nach dem Hügelimeitli könnte sich jedoch in die Länge ziehen. Zwar wird noch heute erzählt, dass es ab und zu erscheine, bildlich festgehalten wurde es aber nicht. Béatrice Meili kennt jedoch die Geschichte vom Adelsfräulein, welches das eigene Patenkind in den Bach geworfen hatte, weil es sich schämte, zu spät in die Kirche zu kommen.

            

7. ... einmal am Bergrennen in Reitnau gewesen sein. Jedes Jahr liegt im kleinen Dorf im Oberen Suhrental an einem Wochenende Benzingeruch in der Luft und Rennboliden haben frei Bahn. Bei schönem Wetter lohnt es sich, einfach mal die Rennatmosphäre zu geniessen und in eine andere Welt einzutauchen.

8. ... das Schloss Rued in Schlossrued wird bald in neuem Glanz erstrahlen, die Aussenhülle wurde bereits renoviert, jetzt ist der Innenausbau an der Reihe. Zum Schloss führt übrigens ein Erlebnisweg, genannt Schlossweg. Auch ein Ruinenweg oder ein   Höhenweg steht im Angebot.

9. ... im Winter einmal die Skipiste in Bottenwil runtergesaust sein. Klein aber fein ist das Skigebiet und in einem richtigen Winter mit viel Schnee ist Spass garantiert. Dann übrigens wäre auch für die Langläufer die Loipe auf dem Wiliberg zu empfehlen.

10. ... an einem regnerischen Sonntagnachmittag, jeweils am ersten des Monats, das Weberei- und Heimatmuseum in Schmiedrued besuchen. Das Museum ist sehr schön hergerichtet und zeigt die Heimweberei, wie sie vor noch nicht allzulanger Zeit im Tal noch betrieben wurde.

11. ... in Bottenwil die virtuellen Wanderrouten von Beat Hügli (auf dem Bild) erwandern. Er hat vor einigen Jahren aus Eigeninitiative neun Wanderungen fotografisch festgehalten und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wer also an einem schönen Herbsttag eine tolle Wanderung erleben möchte, muss nicht unbedingt in die Berge fahren – auch in Bottenwil ist dies möglich.

12. ... einmal die Kirche und den Friedhof in Uerkheim besucht haben. Ein wunderschöner, ruhiger Ort – auch für jene, die der Kirche nicht so nah stehen.

13. ... die Sondermülldeponie in Kölliken nicht nur von aussen gesehen haben. Das Konstrukt ist in der ganzen Schweiz bekannt, wie es Innen aussieht, ist aber umso eindrücklicher. Versuchen Sie also, an einer Führung teilzunehmen und das ganze Ausmass unserer früheren Müllentsorgung zu erfahren.

14. ... ins Kino gehen! Im neuen Kinokomplex Cinema 8 in Schöftland kann man aber viel mehr, also nur in bequemen Kinosesseln den neusten Blockbuster schauen. Im Erlebnistempel gibt es ein 7D-Kino, eine Bowlingbahn, eine Brauerei, Restaurants und gar ein Hotel. Und das Beste: Es gibt vier Zimmer mit direkter Loge in den Kinosaal.

15. ... einmal eine Uerkner Bio-Forelle essen. Diese werden von Susanne Flückiger gezüchtet, sind butterzart und bio. Regelmässig ist sie auch am Schöftler Monatsmarkt mit ihrer Ware anzutreffen.

16. ... Wer lieber Fleisch statt Fisch isst, dem sei ein Besuch bei Willi Lüscher in seiner Damhirsch-Zucht im Muhen empfohlen. Er produziert für das Migros-Label "Aus der Region" Damhirsch-Fleisch, auch in den regionalen Metzgereien ist das Fleisch zu finden. 

                  

 17. ... einmal das wunderschön hergerichtete Strohdachhaus in Kölliken besucht haben. Wer das Dorfmuseum schon kennt, dem sei das Strohhaus in Muhen empfohlen.

                                

18. ... bei einem Glas Wein in der Besenbeiz Engelhof die Ruhe im Ruedertal geniessen und den Tag ausklingen lassen.

                                    

19. ... einen Spaziergang auf der Nütziweid unternehmen und die erste Windkraftanlage des Kantons Aargau suchen. Auf dem Hügelzug plant die Centralschweizerische Kraftwerke AG einen Windpark mit vier Anlagen. Lassen Sie sich den Wind um die Nase wehen...