Kölliken

1,4 Millionen für geplante Sanierung: «Villa Clara ist ein Fass ohne Boden»

Soll äusserlich saniert werden: Villa Clara.

Soll äusserlich saniert werden: Villa Clara.

Die Sanierung der Villa Clara dürfte in Kölliken an der Gemeindeversammlung vom 23. November einiges zu reden geben. Der Gemeinderat beantragt 1,38 Millionen Franken für die Sanierung der Gebäudehülle der ehemaligen Fabrikantenvilla. Selbst der Gemeinderat schreibt in der Botschaft, das Projekt stelle «bezüglich Finanzierbarkeit eine Herausforderung für die Gemeinde dar».

Wie gross die Skepsis unter den Stimmberechtigten ist, zeigt eine Stellungnahme der FDP Kölliken, der Partei, die zwei Gemeinderäte stellt. Die Sanierung der Gebäudehülle der Villa Clara sei an einer Parteiversammlung, auch im Hinblick auf eine nachfolgende nötige Innensanierung, als sehr teures «Fass ohne Boden» bezeichnet worden. Es gebe Bedenken, dass bei einer solchen Sanierung «unter Aufsicht der Denkmalpflege» die Kosten auch kaum im Griff gehalten werden könnten. Die FDP Kölliken beschloss grossmehrheitlich, der Gemeindeversammlung zu beantragen, die traktandierte Sanierung der Villa Clara zurückzustellen. Zudem sei der Gemeinderat zu beauftragen, zusammen mit der Denkmalpflege entweder für massiv höhere Kostenbeiträge zu sorgen oder ein Entgegenkommen für eine wesentlich kostengünstigere und für die Gemeindebelange optimale Sanierung zu bewirken. (az)

(14.11.2018)

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