Unfälle & Verkehrskontrolle
Wilde Nacht auf den Aargauer Strassen

Eine einzige Kontrolle zog letzte Nacht gleich sieben betrunkene oder unter Drogen stehende Fahrer aus dem Verkehr. Drei weitere Fahruntüchtige bauten Unfälle, einer versuchte sogar noch weiterzufahren – auf der Autobahn.

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Betrunken und übermüdet

Betrunken und übermüdet

Keystone

Auf der A1 kontrollierte die Kantonspolizei in der Nacht auf heute 130 Autofahrer. Mehr als jeder Zwanzigste von ihnen hätte sich diese Nacht gar nicht erst hinters Steuer setzen dürfen.

Drei Männer und zwei Frauen hatten zu viel getrunken – 0,52 bis 1,10 Promille haben die Polizisten gemessen – zwei weitere waren bekifft unterwegs. Daneben wurden drei Verzeigungen und sechs Ordnungsbussen verteilt.

18 Kilometer mit kaputtem Reifen über die Autobahn

Kurz nach dem Eindunkeln setzte ein 23-jähriger Serbe sein Auto in Wohlen in einen Stromverteilerkasten. Die 20 000 Franken Sachschaden hat er betrunken verursacht. Den Führerschein abnehmen konnte ihm die Polizei aber nicht – den hatte er bereits vorher abgegeben.

Kurz vor Mitternacht meldeten dann Autofahrer, dass auf der A3 Richtung Eiken Wrackteile über die Autobahn verstreut seien. Eine informierte Polizeipatrouille traf kurz darauf bei Kaiseraugst auf den Eigentümer der Autoteile.

Der 27-jährige Schweizer hat seinen Mitsubishi nach dem Unfall noch 18 Kilometer weit gebracht, dann lag das Auto ab. Als ihn die Polizei antraf, wartete er gerade auf den Pannendienst. Genug Zeit für einen Atemlufttest: 1,4 Promille. Den Ausweis konnte er gleich an Ort und Stelle abgeben.

Mitten in der Nacht schliesslich war es ein 33-jähriger, der sich völlig übermüdet auf den Weg in den Rupperswiler Wald aufmachte. Weit kam er nicht: Im Dickicht verunfallte er mit seinem Toyota. Auch er, Türke, ist seinen Führerschein damit bis auf weiteres los. (mik)