Arbeitsmarkt
Weniger Arbeitslose, dafür aber viele Ausgesteuerte

Im Kanton Aargau ist die Arbeitslosenquote im April auf 2,9 Prozent gesunken. Das entspricht im Vergleich zum Vormonat einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten. 8843 Personen waren als arbeitslos gemeldet - 818 weniger als im März.

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Ein Arbeitsloser studiert die Stellenanzeigen (Symbolbild)

Ein Arbeitsloser studiert die Stellenanzeigen (Symbolbild)

Keystone

Grund für den Rückgang ist vor allem die Revision des Arbeitslosengesetzes, die seit dem 1. April gilt. Rund 920 Personen verloren ihren Anspruch auf Taggelder, wie das Aargauer Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) am Freitag mitteilte.

Mit der Revision verlieren Arbeitslose schneller als bisher ihren Anspruch auf Taggelder. Auch die Bezugsdauer wurde teilweise verkürzt. In den Vormonaten waren jeweils rund 170 Personen ausgesteuert worden.

Zur Verfügung gestellt

Die Ausgesteuerten können bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren als Stellensuchende (RAV) gemeldet bleiben. Sie erscheinen jedoch nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik.

Die Zahl der Stellensuchenden sank im April um 0,3 Punkte auf 4,3 Prozent. 13'045 Personen waren als Stellensuchende registriert, 1083 weniger als im Vormonat. Bei den RAV sind insgesamt 2020 offene Stellen gemeldet.

Weniger junge Arbeitslose

Die Zahl der unter 20-jährigen Arbeitslosen sank im April um 50 auf 283 Personen. Die Quote in dieser Altersklasse ging um 0,2 Punkte auf 1,5 Prozent zurück. Bei den 20- bis 24-Jährigen waren 1094 Personen arbeitslos, 126 weniger als im Vormonat. Die Quote ging um 0,5 Punkte auf 4,1 Prozent zurück.

Zur Verfügung gestellt

Im April beantragten 18 Betriebe die Einführung von Kurzarbeit. Das sind sieben weniger als im Vormonat. In diesen 18 Betrieben können bis zu 425 Mitarbeitende von Kurzarbeit betroffen sein.