Für viele gehören nicht nur Raketen und Vulkane, Reden von Politikern, der Cervelat vom Grill und der Lampionumzug der Kinder zur Bundesfeier – sondern auch ein Höhenfeuer.

Die weiterhin anhaltende Trockenheit macht nun aber diversen Aargauer Gemeinden einen Strich durch die Rechnung. Gleich reihenweise wurden in den letzten Tagen die Höhenfeuer abgesagt.

So hat der Stadtrat Lenzburg an seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, dieses Jahr auf das traditionelle Höhenfeuer auf dem Goffersberg zu verzichten. Der Abstand des vorgesehenen Standorts des Höhenfeuers zu den Waldpartien sei gering und die exponierten Hanglagen seien sehr ausgetrocknet.

«Das Risiko wäre zu hoch»

Auch die Gemeinde Suhr, wo heute das Höhenfeuer auf dem Suhrerchopf geplant war, verzichtet. Gleich tönt es in Küttigen, wo der Egghübel dunkel bleiben wird, und in Biberstein, wo das Höhenfeuer auf der Heidechile abgesagt wurde.

Der Gemeinderat verweist zur Begründung auf die «neuesten kantonalen Entscheide». Die zuständigen Behörden hatten Höhenfeuer am Montag zwar grundsätzlich erlaubt, allerdings ist ein Sicherheitsabstand von 200 Metern zum Wald einzuhalten.

Auch im östlichen Aargau gibt es mehrere Absagen: So teilt der Gemeinderat Untersiggenthal mit, das Risiko für das geplante Feuer im Boll wäre zu hoch. Scherz und Villigen verzichten ebenso auf die traditionellen Feuer.

Wasseranhänger und Ortswechsel

Besonders viele Höhenfeuer waren im Fricktal geplant, stattfinden werden aber nicht alle. So haben Hornussen und Gipf-Oberfrick das Feuer abgesagt, dort findet auch der Fackelumzug der Kinder nicht statt.

Noch offen ist, ob das Feuer in Mettauertal entzündet wird, dies soll erst am Samstagmorgen entschieden werden. Nicht auf ihre Feuer verzichten wollen Gansingen und Sulz. Allerdings ergreifen die beiden Gemeinden Vorsichtsmassnahmen, so wird neben dem Höhenfeuer in Gansingen ein Anhänger mit 10 000 Liter Wasser stationiert.

Und in Sulz, das als Ortsteil zu Laufenburg gehört, wurde der Standort des Höhenfeuers geändert. Dieses findet aufgrund der Trockenheit nicht oberhalb Steinliacher, sondern auf der anderen Talseite bei der Kreuzung Sulzerberg-Langacherhof statt.

Der neue Feuerplatz ist deutlich weiter vom Wald entfernt als der alte, damit werden die Sicherheitsbedingungen des Kantons erfüllt. Ausserdem hat der Gemeinderat Laufenburg das Feuer nur mit der Auflage bewilligt, dass die Feuerwehr mit einem Tanklöschfahrzeug vor Ort sein muss.