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Wer wird Aargauer Bäuerin oder Bauer des Jahres? Das sind die Kandidatinnen und Kandidaten

Acht Betriebe kämpfen um den Titel Aargauer Bäuerin oder Bauer des Jahres. Bis am 4. November können Sie für Ihren Favoriten oder Ihre Favoritin abstimmen.

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Wer erbt die Krone von Simon Lüscher und wird Aargauer Bauer oder Bäuerin des Jahres? In die Auswahl kommen Landwirte, die in Sachen Innovation, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit punkten können. Neben dem Bauer des Jahres wird auch die «Aargauer Jungbäuerin des Jahres» prämiert. Zudem gibt es einen Publikumspreis.

Die Gewinnerinnen und Gewinner werden am Sonntag, 7. November, in der Vianco-Arena in Brunegg bekanntgegeben. Welches ist Ihre Favoritin oder Ihr Favorit? Wir stellen Ihnen die Kandidierenden vor:

Petra Schmid, Herznach

Auf dem Hübstelhof produziert Petra Schmid neben Ackerkulturen und Tafelobst auch Fleisch mit ihren Mutterkühen. Ab 2022 will sie ihren Hof, den sie aktuell noch von ihren Eltern pachtet, auf Bio umstellen. Ihre grosse Leidenschaft sind die Trüffeln, die sie auch selbst angepflanzt hat. Doch bis sie mit ihrem Hund Samba auf Trüffelsuche gehen kann, dauert es noch mindestens sieben Jahre.

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Denise und Martin Stillhart, Oberhof

Familie Stillhart führt einen Biobetrieb mit über 100 Milchschafen und sieben Mutterkühen. Ihr steiles Land, das in der Bergzone auf 700 bis 800 Meter über Meer liegt, nutzen sie als Weiden und für die Heuproduktion. So können sie ihre Tiere ohne Silofutter ernähren. Aus der Milch ihrer Schafe lassen sie in der Käserei Berglinde in Buttwil Schafskäse herstellen.

Geniessen die Abgeschiedenheit: Denise und Martin Stillhart mit ihren Kindern Silvan, Amelie und Martin.

Geniessen die Abgeschiedenheit: Denise und Martin Stillhart mit ihren Kindern Silvan, Amelie und Martin.

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Betriebsgemeinschaft schorenplus, Mühlau

Seit 25 Jahren arbeiten unter schorenplus drei Bauernhöfe und vier Familien zusammen. Entschieden wird alles gemeinsam, jeden Monat sitzen die Mitglieder zusammen. Das Herzstück des Betriebs sind die 130 Milchkühe. Die Familien achten sowohl auf eine kosteneffiziente Milchproduktion wie auch auf Nachhaltigkeit – sowohl bei Naturschutzflächen, erneuerbaren Strom wie auch im Bereich Ausbildung: Auf dem Betrieb werden Lernende ausgebildet.

Peter und Helen, Mathias und Daniela Suter mit den Töchtern Valerie und Tabea, Josef und Pia Schmid, Margrit Konrad.

Peter und Helen, Mathias und Daniela Suter mit den Töchtern Valerie und Tabea, Josef und Pia Schmid, Margrit Konrad.

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Ruedi Meier, Rütihof

Die Firma von Ruedi Meier ist auf wenige Produkte spezialisiert, die in grossen Mengen produziert werden. So deckt sein Betrieb während der Tomaten- und Gurkensaison 30 bis 50 Prozent des Konsums der Aargauer Bevölkerung ab. Seine Erfolgsstrategie ist die Masse, dank der er die Kosten drücken kann. Neben einer modernen Produktion ist Meier auch Nachhaltigkeit wichtig.

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Natalie und Lukas Neuhaus, Stetten

Das Ehepaar produziert auf der Wildenau in Gewächshäusern und auf dem Feld Gemüse und neuerdings auch Reis. Ihren Betrieb stellen sie auf die Produktion nach biologischen Richtlinien um und schaffen viele Nistmöglichkeiten für Vögel und Kleintiere. Natalie Neuhaus ist Pädagogin und ihr Mann Lukas Agoge. Gemeinsam setzen sie sich für Menschen mit eingeschränkter Erwerbstätigkeit ein – und ermöglichen ihnen nach einem Burn-out oder einer Depression auf ihrem Hof einen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt.

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Pirmin und Fredy Umbricht, Untersiggenthal

In ihrem Betrieb kombinieren die Brüder Pirmin und Fredy Umbricht ihre beiden Leidenschaften: Wein aus Eigenkelterung und Gemüse. In ihrem Hofladen, den sie seit 2004 führen, bieten die beiden aber auch Produkte aus anderen Betrieben aus der Region an. Ausserhalb der Öffnungszeiten können sich die Kunden am Automaten bedienen. Zudem beliefern die Brüder Altersheime, Kitas und Schulen.

Pirmin (links) und Fredy Umbricht.

Pirmin (links) und Fredy Umbricht.

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Generationengemeinschaft Müller, Staffelbach

Auf dem Bauernhof hoch über dem Suhrental hilft die ganze Familie mit, jedes Mitglied hat seinen eigenen Aufgabenbereich. So kümmert sich Vater Rudolf Müller um die klassische Landwirtschaft mit Schweinzezucht, Rindermast sowie Futter- und Ackerbau. Seine Frau Margreth ist Chefin im Weinberg. Die Bergwirtschaft führt sie gemeinsam mit Tochter Katja. Der Sohn Michael ist für die Hofschreinerei verantwortlich, seine Frau Chantal für die Pferdepension. Wichtige Entscheidungen für den Gesamtbetrieb trifft die Familie gemeinsam. Das neuste Projekt ist der Piwi-Rebberg – Piwi steht für pilzwiderstandsfähige Sorten, die weniger krankheitsanfällig sind und darum weniger Pflanzenschutzmittel benötigen.

Drei Generationen, ein Hof: Katja, Rudolf, Chantal, Michael und Margreth Müller sowie die Kinder Emilya, Nathanael und Mattias.

Drei Generationen, ein Hof: Katja, Rudolf, Chantal, Michael und Margreth Müller sowie die Kinder Emilya, Nathanael und Mattias.

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Generationengemeinschaft Vollenweider, Benzenschwil

Auf dem Hof in Benzenschwil steht eine naturnahe und nachhaltige Produktion im Zentrum. Alle Tiere werden in besonders tierfreundlichen Stallsystemen gehalten und bekommen Auslauf auf der Weide. Bei den pflanzlichen Produkten setzt Familie Vollenweider oft auf homöopathische Mittel, um chemische Spritzmittel zu vermeiden. Zudem beteiligt sich der Hof an Versuchen der ETH, bei denen Heuschrecken statt Soja beim Hühnerfutter eingesetzt wird. Auch mit ihrer Hofkäserei punktet die Familie: Das Lindenhöfler-Fondue wird bald in Coop-Filialen im Aargau verkauft.

Setzen voll auf Direktvermarktung: Sohn Fabian, Mutter Doris, Vater Marcel und Sohn Raphael Vollenweider (v. l. n. r.).

Setzen voll auf Direktvermarktung: Sohn Fabian, Mutter Doris, Vater Marcel und Sohn Raphael Vollenweider (v. l. n. r.).

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Hier können Sie bis am 4. November für Ihren Favoriten oder Ihre Favoritin abstimmen.

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