Aargau

Vorsicht: Erste Dämmerungseinbrecher im Aargau unterwegs

«Dämmerungseinbrecher»: Die Polizei mahnt zu erhöhter Aufmerksamkeit in Wohnquartieren

«Dämmerungseinbrecher»: Die Polizei mahnt zu erhöhter Aufmerksamkeit in Wohnquartieren

In diesen Tagen wurden in Arni, Würenlos und Berikon mehrere Wohnhäuser von Einbrechern heimgesucht. Derweil wurde gestern ein mutmassliches Einbrecher-Trio in Schupfart festgenommen.

Die Winterzeit steht bevor, es wird zeitlich früher dunkel. Das nutzen die Einbrecher jeweils aus und brechen oftmals in den frühen Abendstunden in verlassene Wohnungen ein.

Sogenannte «Dämmerungseinbrecher» suchten am frühen Dienstagabend ein Einfamilienhaus an der Zelglistrasse in Würenlos heim. Diese wuchteten ein Fenster auf und stiegen ins Haus ein. Darin durchwühlten sie Schränke und Schubladen und entwendeten Bargeld sowie Schmuck. Die heimkehrenden Bewohner stellten die Tat am späten Abend fest.

Von Dämmerungseinbrechern blieben auch Bewohner eines Einfamilienhauses am Grundackerweg in Berikon nicht verschont. Sie mussten feststellen, dass Einbrecher in ihrem Haus irgendwann zwischen Dienstagmorgen und dem späten Abend am Werk gewesen sein müssen. Die Täter hatten die Sitzplatztüre aufgebrochen und das Haus durchsucht. Sie erbeuteten mehrere Uhren und zwei Laptops.

Arni: Fensterbohrer kamen in der Nacht

In Arni waren ausserdem vier Einfamilienhäuser am Sonnacker von so genannten «Fensterbohr»-Einbrüchen betroffen. Während deren Bewohner schliefen, drangen die Einbrecher in die Häuser ein und durchsuchten diese.

Dabei entwendeten die Täter Handtaschen, Portemonnaies und Mobiltelefone. Die Täter bohrten bei ihrem Vorgang ein Loch in einen Tür- oder Fensterrahmen und konnten danach den Griff mit einem besonderen Werkzeug von aussen aufdrehen. Beim vierten Haus erleichterte vermutlich eine unverschlossene Sitzplatztüre den Zugang zum Haus.

Schupfart: Mutmassliche Einbrecher festgenommen

In der selben Nacht auf Mittwoch konnte die Kantonspolizei in Zusammenarbeit mit der Grenzwache in Schupfart einen mit drei Männern besetzten Seat mit französischen Kontrollschildern aufhalten.

Bei der Durchsuchung kamen Einbruchswerkzeuge zum Vorschein. Das Trio wurde festgenommen. Bei den Tätern handelt es sich um drei Kosovaren im Alter von 24 und 26 Jahren, alle ohne Wohnsitz in der Schweiz. Ob sie im Zusammenhang mit den Einbrüchen von Arni, Würenlos und Berikon stehen ist noch nicht bekannt.

Polizei-Tipps: So schützt man sich vor «Dämmerungseinbrecher»:

Derweil mahnt die Kantonspolizei zu erhöhter Aufmerksamkeit. Verdächtig verhaltene Personen sollen umgehend der Polizei gemeldet werden, wie die Polizei mitteilt. Ein Indiz eines Einbruchs können ausserdem auch Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen in Wohnquartieren sein.

Wichtig sei auch, dass keine Fenster schräg gestellt werden, wenn niemand zu Hause ist. «Das lädt die Einbrecher regelrecht dazu ein, in die Wohnung einzudringen», sagt Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, gegenüber der az.

Ein weiterer Tipp der Polizei: Ist man erst nach dem Eindunkeln von der Arbeit zu Hause, kann mit einer Energiesparlampe mittels Zeitschaltuhr mit geringem Aufwand einen Einbruch verhindert werden. (sha)

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