Eröffnung
Viele Bausteine bilden das ZAKJ

Die Klinik Königsfelden konzentriert das zentrale Ambulatorium für Kinder und Jugendliche (ZAKJ). Der Kern des neuen ZAKJ ist ein Team, das neu zentral jeden Fall entgegennimmt und der richtigen Stelle zuweist.

Marco Wölfli
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Jürg Unger-Köppel, Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst (KJPD), war der Einzige, der wusste, was sich unter dem roten Tuch verbarg. Zusammen mit den ahnungslosen Raphael Eisenring, leitender Arzt ambulanter Bereich KJPD, Süsette Rusterholz vom Jugendpsychologischen Dienst (JPD) und Regierungsrätin Susanne Hochuli enthüllte er das Geheimnis.

Gebaut von Patienten

Unter den Tüchern versteckte sich die leuchtend gelbe ZAKJ-Statue. ZAKJ steht für zentrales Ambulatorium für Kinder und Jugendliche, welches gestern offiziell eröffnet wurde. Gebaut wurde die Statue von Patienten der Jugendstation. Für Jürg Unger-Köppel ist die Statue ein passendes Symbol für das ZAKJ: «Wie das zentrale Ambulatorium besteht sie auch aus verschiedenen Bausteinen. Die drei Köpfe verbildlichen gut die psychischen Krankheiten, an denen die Patienten leiden.»

Der Kern des neuen ZAKJ ist ein Triage-Team, das jeden Fall entgegennimmt und der richtigen Stelle zuweist. Bisher empfingen die vier Ambulatorien in Aarau, Baden, Rheinfelden und Wohlen die Jugendlichen. Diese regionalen Standorte sollen in Zukunft mehr Therapieplätze anbieten. Durch die Zentralisierung in der Klinik Königsfelden soll die Kundenfreundlichkeit verbessert und die Abläufe vereinheitlicht werden. Seit Februar wurde der Betrieb des ZAKJ nach und nach heraufgefahren.

Mit der bisherigen Entwicklung ist Unger-Köppel mehr als zufrieden: «Der Betrieb läuft besser als erwartet.» Eine Neuerung, welche der Chefarzt nicht mehr missen möchte, sind neuartigen Fragebogen zum Stellen einer Diagnose. Mit verschiedenen Fragen, welche Jugendliche und Eltern online beantworten, will das Triage-Team im ZAKJ bereits ein erstes Bild des Betroffenen erhalten. «In der Schweiz sind wir die Ersten, die den Fragebogen einsetzen. Die Rücklaufquote von 90 Prozent ist ein toller Erfolg», sagt Unger-Köppel.

Der kleine Prinz und das ZAKJ

Lob erhielt das ZAKJ auch von Susanne Hochuli. In Ihrer Rede verglich sie das ZAKJ mit der Geschichte des kleinen Prinzen, welcher einen Erwachsenen sucht, der ihn versteht. Auch die jungen Patienten des ZAKJ würden Erwachsene suchen, die sie verstehen, sagte Hochuli. Dazu passe auch die Statue. Wie bei den Zeichnungen des kleinen Prinzen könne jeder darin sehen, was er will.

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