Tauchunfall
Verunglückter Taucher war Aargauer Feuerwehrmann

Beim Taucher, der am Wochenende im Thunersee verunfallt war und zwei Tage später tot von der Polizei geborgen wurde, handelt es sich um einen 44-jährigen Feuerwehrmann aus Oberentfelden.

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Die beiden Kollegen tauchten gemeinsam in den Thunersee ab, doch für einen endete der Tauchgang tödlich. Beim Taucher, der am Wochenende verunfallte und am Montagnachmittag bei Sigriswil BE tot geborgen wurde, handelt es sich um einen verheirateten 44-jährigen Mann aus Oberentfelden.

Der Schock sitzt tief, die Trauer ist gross. Auch bei der Feuerwehr Entfelden-Muhen. Am Montagabend musste Kommandant Andreas Baumann seiner Mannschaft die Schreckensnachricht vor einer Übung überbringen. Die Frau des Verunfallten hatte den Kommandanten eine halbe Stunde zuvor informiert.

«Wir haben eine Schweigeminute für unseren Kollegen abgehalten», so Andreas Baumann. Danach habe man versucht, zur Tagesordnung überzugehen. «Was uns aber nicht möglich war, es war sehr still», sagt der Kommandant. Beim tödlich verunglückten Leutnant, der auch bei seinem Arbeitgeber, einem Hersteller von Industrielacken, in der Betriebslöschgruppe aktiv war, habe es sich um einen erfahrenen Feuerwehrmann gehandelt. «Wir werden ihn vermissen», so Andreas Baumann.

Kollege musste ihn zurücklassen

«Er war ein erfahrener Taucher», sagt Felix Keller, Geschäftsführer der Würenloser «DiveZone», wo der Verunfallte bis 2007 mehrere Jahre als Tauchlehrer und Instruktor tätig gewesen war. «Die Nachricht war ein Schock», so Keller, «ich bezweifle aber, ob man je herausfinden kann, was genau passiert ist.»

Gemäss Polizeiangaben waren die Taucher am Samstag in einer Tiefe von 70 Metern, als beim 44-Jährigen offenbar Probleme auftraten. Sein Kollege versuchte noch, ihn an die Oberfläche zu ziehen. In einer Tiefe von 40 Metern musste er ihn aber zurück-
lassen. Erst am Montagnachmittag gelang es schliesslich, den Mann mit einer Unterwasserkamera zu orten und zu bergen. (SPI)