Pakistan
Vater der Entführten: «Sie hat die Reise nicht leichtfertig angetreten»

Die Eltern der in der pakistanischen Provinz Belutschistan entführten Aargauerin Daniela W. machen sich grosse Sorgen. Sie hätten grosses Vertrauen in die Polizeiarbeit, sagen sie. Pakistankenner glauben, dass die beiden früher oder später freikommen

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Der Camping-Bus der entführten zwei Schweizer

Der Camping-Bus der entführten zwei Schweizer

Keystone

«Sie hat die Reise nicht leichtfertig angetreten», sagt der Vater von Daniela W. gegenüber dem «Blick». Doch er habe grosses Vertrauen in die Polizeiarbeit. «Wir hoffen sehr, dass alles ein gutes Ende nimmt», so Danielas Schwester weiter zu Blick. Nun kann die Familie nichts weiter als hoffen.

Hoffnung macht den Eltern auch Pakistankenner Yahya Bajwa. Es sei wahrscheinlich, dass die Entführer ein Lösegeld erpressen wollen, sagte der grüne Aargauer Grossrat und schweizerisch- pakistanische Doppelbürger gestern gegenüber «Tele M1». Dies setze voraus, dass die beiden Geiseln am Leben bleiben müssten.

Beim Nachtessen überfallen

Ebenfalls wurden erste Einzelheiten zur Entführung bekannt: so soll das Schweizer Paar beim Nachtessen in einem Hotel bei Kill Sanara, Pakistan, von bewaffneten Männern entführt worden sein, wie die «Times of India» berichtet. Nun befinde sich das Paar laut Sohail-ur Rahman, Vize-Polizeichef der Region Loralai, in der Gewalt militanter Gruppen im benachbarten Stammes¬gebiet Zhob.

Daniela W. war mit ihrem Freund David O. seit Ostern in ihrem VW-Bus unterwegs durch Italien, Griechenland, der Türkei, dem Iran, Pakis¬tan und Indien. Auf der Rückreise nahm die Tour am 1. Juli im pakistanischen Kill Sanara ein abruptes Ende. (dme)

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