Unwetter
Blitze, Hagel, Überschwemmungen – und heute könnte es ähnlich weiter gehen

Hagel, starker Regen und Sturm verursachten am Sonntagabend in der Schweiz teils grössere Schäden. Lokal kam es zu Überschwemmungen.

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Genf wurde am frühen Sonntagnachmittag vom ersten kräftigen Gewitter gestreift. Diese Gewitterzelle intensivierte sich weiter und steuerte direkt auf Thun und Bern zu und sorgte für heftige Gewitter, Hagel und starke Böen, wie Metonews mitteilt. Von hier an zog das Unwetter als Gewitterlinie weiter nach Nordosten und sorgte unter anderem in den Kantonen Luzern, Aargau und Zürich für stürmische Verhältnisse.

Danach kam es vorübergehend zu einer Verschnaufpause, teilweise riss die Wolkendecke auf und erlaubte sogar einen Blick auf den blauen Himmel. Um etwa 17 Uhr wurde die Westschweiz bereits von der zweiten Gewitterlinie erfasst. Auch in der Nordwestschweiz sowie im westlichen Mittelland wurden erneut kräftige Gewittern registriert. Auf ihrem Weg nach Osten schwächten sie sich aber zunehmend ab.

Gefahrenstufe 4: Unwetter ziehen über die Schweiz.

CH Media Video Unit

In Zürich blitzt es am meisten

Über 46'000 Blitze, davon rund 11'000 im Kanton Zürich, registrierte der Wetterdienst Meteonews bis am späten Abend.

Die Top 5:

  • Zürich (11'477 Blitze)
  • Luzern (6926 Blitze)
  • Bern (6438 Blitze)
  • Aargau (5836 Blitze)
  • Fribourg (3825 Blitze)

So stark waren die Sturmböen

In Grenchen SO kamen Sturmböden von bis zu 118 Kilometern pro Stunde zustande. Dies sind die Windgeschwindigkeiten, die laut Metonews gemessen wurden:

Die Top 5:

  • Grenchen (118km/h)
  • Hallau (107 km/h)
  • Aigle (103 km/h)
  • Mühleberg-Stockeren (103 km/h)
  • Bantiger (100 km/h)

Heftige Regenfälle im Aargau:

Die kräftigen Schauer führten zu grösseren Niederschlagssummen, so wurden in Würenlingen und Beznau über 40 mm gemessen. Aber auch in Kiesen und Plaffeien wurden über 35 mm registriert.

Die Top 5:

  • Würenlingen und Beznau (40 mm)
  • Kiesen (39 mm)
  • Plaffeien (37 mm)
  • Bözberg (33 mm)
  • Hallau (32 mm)

Schäden durch Hagel in Bern und Luzern

In den Kantonen Bern und Luzern wurden Hagelkörner mit Durchmessern von bis zu rund fünf Zentimetern gemeldet, wie SRF Meteo berichtete. (kob)

Stürmisches Public Viewing beim Spiel Schweiz-Türkei in Biel.

Keystone-SDA

Was erwarten wir am Montag für Wetter?

Heute Montag wird es schwülwarm, vor allem am Abend werden wieder Gewitter erwartet. Der kalendarische Sommer begann heute nicht unfreundlich und teilweise auch sonnig. Die Feuchte wird in der zweiten Tageshälfte durch die Sonne wieder aktiviert, sodass die Schauer- und Gewitterneigung ansteigt. Auch recht heftige Gewitter sind möglich, allerdings ist das Unwetterpotenzial gegenüber gestern etwas geringer. Die Maximaltemperaturen erreichen dabei etwa 24 bis 27 Grad und damit vielerorts die Sommermarke von 25 Grad.

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