Nun liegt die Untersuchung des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) in Bern von den im Spital durchgeführten Blut- und Urintests vor. Dabei konnten keinerei anormale Substanzen in den Proben nachweisen werden.

Was geschah

Ende Mai fand an der Bezirksschule Mellingen ein Schufest mit 300 Schülern statt. Dabei beklagten sich auffallend viele Schüler über starke Bauchschmerzen und Übelkeit. Insgesamt 13 Jugendlichen wurde plötzlich schlecht, 3 mussten sogar für weitere Abklärungen in das Kantonsspital Baden eingeliefert werden. Darauf wurde das Fest vorzeitig abgebrochen und die Eltern der entsprechenden Schüler uinformiert wurden.

Mellinger Schülerdrama von vor knapp zwei Monaten bleibt ungelöst: K.o. Tropfen waren nicht im Spiel

TeleM1 berichtet über die Ergebnisse

Kein Alkohol und keine Drogen

Was war geschehen? Ein Sabotage-Akt? Experimente der Jugendlichen selbst? Ein Scherz unter gleichaltrigen? Die Schulleitung um Stefan Lüpold beteuerte gegenüber Tele M1, dass keinerlei Alkohol geflossen sei. Die anschliessenden Alkohol- und Drogentests, die die angerückte Polizei durchführte, fielen alle negativ aus. «Wir vermuten, dass mit den Getränken etwas nicht in Ordnung war», so Bernhard Graser, Mediensprecher der Kapo Aargau. Denn: «Das Essen kann es nicht sein, da bei verdorbenen Lebensmitteln zu erwarten wäre, dass mehr als ein Dutzend Schüler betroffen ist».

Doch die K.o.-Tropfen kamen laut Graser ebenso wenig in Frage: «Die dann zu erwartenden Symptome wären vor allem Bewusstseinsverlust, was aber bei keinem Schüler gegeben war. » Daraufhin schloss Graser Drogen, Alkohol sowie K.o.-Tropfen als Ursache für die Symptome der Schüler aus.

«Von aussen» etwas zugeführt

Hingegen wollte Markus Wopmann, Chefarzt der Kinderklinik in Kantonsspital Baden, K.o.-Tropfen nicht ausschliessen. Die 3 Hospitalisierten Jugendlichen hätten sehr kindlich gewirkt, sodass nicht anzunehmen sei, dass sie etwas ausprobiert hätten. Er ging desahlb davon aus, dass «von aussen» etwas zugeführt worden sei. Die Kinder selber äusserten sich in die Richtung, dass es sehr wohl K.o.-Tropfen hätten sein können. Sie hatten dabei vor allem die Realschule im Vedacht.

Die Behörden stehen also noch immer vor einem Rätsel. Inzwischen sind alle Jugendlichen wieder wohlauf.