Der Fall «Chinderhuus» in Aarburg

Umstrittene Kinderkrippe in Aarburg bleibt vorläufig offen

Ein Blick hinters Schlüsselloch einer Kinderbetreuungsstätte in Dresden (D).

Kinderkrippe

Ein Blick hinters Schlüsselloch einer Kinderbetreuungsstätte in Dresden (D).

Die Kinderkrippe «Chinderhuus» in Aarburg darf vorläufig weitermachen. Allerdings darf die Tagesstätte keine weiteren Kinder aufnehmen.

Die Stiftung sucht im Moment intensiv nach grösseren Räumen für die neue Kindertagesstätte. Sobald diese gefunden sind, schliesst das «Chinderhuus» definitiv. Bis dahin dürfen keine neuen Kinder mehr aufgenommen werden. Ein Grobkonzept habe gezeigt, dass die Einrichtung der bisherigen Kinderkrippe auch nach einem teuren Ausbau nicht genügen würde, teilte der Aarburger Gemeinderat am Mittwoch mit.

Das «Chinderhuus» war vor einem halben Jahr in die Schlagzeilen geraten. Mehrere Medien hatten der Kinderkrippe vorgeworfen, «Zwangsfütterungen» angeordnet, «Kinder geschlagen» zu haben und nicht genügend zu beaufsichtigen. Diese Vorwürfe wurden von ehemaligen Angestellten und Eltern erhoben, konnten von offizieller Seite nicht bestätigt werden. Die damalige Leiterin der Kinderkrippe bestätigte allerdings in einem Tele M1-Beitrag, dass es eventuell heikle Situationen gegeben haben könnte.

Ein externer Untersuchungsbericht zeigte zudem, dass unter anderem ein Sicherheitskonzept und gut ausgebildetes Personal fehlt. Die Gemeinde Aarburg beschloss darauf, dass die Kinderkrippe nicht im bisherigen Modus weitergeführt werden kann. Die Krippe erhält eine neue Trägerschaft. Neu führt die Stiftung Wendepunkt die Krippe. Bis zum Wechsel der Trägerschaft dürfen keine neuen Kinder aufgenommen werden.

Die Gemeinde deckt in einer Leistungsvereinbarung den jährlich anfallenden Fehlbetrag von 80'000 Franken. Dieser Fehlbetrag entsteht, da die Tarife nach dem Einkommen der Eltern berechnet sind. Das Geld ist bereits im Budget 2011 von Aarburg enthalten.

(cls)

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