Man ist im Bundesrat heute ganz Frau. Aber was bedeutet die erstmalige Frauenmehrheit im Bundesrat. Unsere Zeitung wollte es ganz genau wissen und fragte Frauen aus der Region, die es wissen müssen. Für die Basler Feministin Anita Fetz ist klar: «Endlich ist der Bundesrat normal geworden.» Damit meint sie, die Männerherrschaft vorher habe das Volk nicht normal abgebildet. Für die heutige Lösung eingesetzt hat sich auch der Solothurner FDP-Ständerat Rolf Büttiker. Er warb für das Berner Paket mit Simonetta Sommaruga und Johann Schneider-Ammann. Er ist glücklich mit der heutigen Mehrheit. Aber gleichzeitig ist er auch froh, dass mit Karin Keller-Sutter nicht noch eine weitere Frau dazukam: Pointiert sagt er: «Die vereinigte Bundesversammlung hat einen Brückenbauer und nicht einen Sprengmeister gewählt.» Hat damit am Schluss trotzdem die St. Galler Anti-Feministin Jasmin Hutter recht, die sagt: «Wo wenige Frauen sind, gibt es auch wenige Machtkämpfe.» Herrscht bald im Bundesrat Zickenkrieg oder regieren die Frauen raffinierter als ihre Vorgänger? Lesen Sie, was Frau und Mann darüber denken.