Virusmutation
Um Schliessungen zu verhindern: Aargauer Lehrerverband fordert Maskenpflicht ab vierter Klasse

Fernunterricht will die Aargauer Lehrerpräsidentin Kathrin Scholl verhindern. Stattdessen sollen auch jüngere Schüler eine Maske tragen.

Sandra Meier
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Die Primarschule in Wangen bei der Aare (BE) wurde wegen Verdacht auf Coronavirus-Mutationen geschlossen. 350 Schülerinnern und Schüler sowie 40 Lehrkräfte befinden sich in Quarantäne. Um Schulschliessungen im Aargau zu verhindern, fordert die Präsident des Aargauischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands (ALV) Kathrin Scholl nun eine Maskenpflicht für jüngere Schüler.

Scholl sagt gegenüber Tele M1:

Ich erwarte vom Kanton, dass er zumindest die Weisung rauslässt, dass nach den Sportferien Maskenpflicht ab fünfter oder ab vierter Klasse obligatorisch wird.

Eine Maskenpflicht ab der fünften Klasse kennen bereits die Nachbarkantone Basel und Solothurn. Im Kanton Zürich müssen Schülerinnen und Schüler ab der vierten Klasse eine Maske tragen.

Auch Eliane Voser, Primarlehrerin in Neuenhof, würde eine Maskenpflicht für jüngere Schüler begrüssen. In ihrer Klasse habe es bereits mehrere Coronafälle innerhalb der Familien gegeben. Sie sagt:

Ob das Kind selbst infiziert war, weiss man nicht immer genau. Das hat schon jeden Morgen ein etwas spezielles Gefühl ausgelöst.

Trotz der Ansteckungsgefahr sind Schulschliessungen im Aargau «Ultima Ratio». Lehrerpräsidentin Kathrin Scholl erklärt: «Wenn sich die Jugendlichen nicht mehr mit ihren Kolleginnen und Kollegen treffen können, ist das für ihre psychische Gesundheit ein schwerer Verlust. Das gilt es mit allen Mitteln zu verhindern – wenn es möglich ist.»