Überraschung per Post
Joints für Politiker: Brief sorgt nicht bei allen für Höhenflüge

Beim Gang zum Briefkasten ist am Freitag vielen Politikerinnen und Politikern ein spezieller Duft in die Nase gestiegen: Der Brief von Cannabis-Legalisierungs-Befürwortern enthielt einen Joint - und sorgte bei den National- und Ständeräten für Furore.

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Joints für Politiker: Nicht alle freuen sich über den Brief der Legalisierungs-Befürworter.

Tele M1

Beat Flach erhält pro Tag etwa ein Kilogramm Post. Darunter sind meist ganz unterschiedliche Nachrichten. Beim einen Brief staunte der Aargauer GLP-Politiker nicht schlecht: Er enthielt einen Joint. «Ich finde es eine spezielle Idee, allen Politikern einen Joint zu schicken. Aber dies macht offenbar aufmerksam», so der 56-Jährige.

Für Beat Flach ist klar, dass man Cannabis endlich legalisieren soll. So könne man auch alles andere machen, was dazu gehöre. «Nicht bloss die Gesundheitskontrolle von den Stoffen, sondern auch eine ordentliche Besteuerung», sagt Flach.

«Mit der Cannabis-Legalisierung können wir die AHV entlasten.»

Aktion sei zwecklos

SVP-Nationalrat Alois Huber hielt von diesem Überraschungsbrief nicht viel: «Man will uns damit ja sagen, dass man den Hanf unbedingt legalisieren soll. Aber damit kann man nichts bewirken. Jeder habe sich dazu bereits eine Meinung gebildet.» Auf dem Bauernhof habe Huber bereits schlechte Erfahrungen mit bekifften Lernenden gemacht.

Zündstoff für Diskussionen

Offenbar erhielten alle 246 National- und Ständeräte Cannabis per Post. Dies zeigen mehrere Beweisfotos in den Sozialen Medien. Der Brief kritisiert, dass Cannabis in der Schweiz noch immer illegal ist. Unter anderem wird darauf aufmerksam gemacht, dass die berauschende Wikrung seit über 2000 Jahren in der Medizin eingesetzt wird. Wer hinter dieser Aktion steckt, ist bisher noch nicht klar. Ein Ziel haben die Initianten jedoch schon erreicht: Es wird eifrig darüber diskutiert - zumindest virtuell.

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