Unwetter
Überflutete Keller, hochgehende Flüsse: Der Aargau versinkt im Wasser

Bis am Mittwochmittag sind im Aargau über 50 Unwetter-Meldungen eingegangen. Feuerwehren stehen im Einsatz. Vom Unwetter betroffen ist vor allem der südliche Teil des Aargaus, beziehungsweise das Gebiet zwischen Zofingen und Muri.

Sarah Künzli und Peter Siegrist
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Was für eine verregnete Woche! Es giesst wie aus Kübeln – auch im Aargau. In den letzten 48 Stunden sind 40-50 Liter pro Quadratmeter Regen gefallen. Normalerweise fällt im Aargau im ganzen Monat Oktober durchschnittlich 72 Liter Regen.

Reinach bereitet sich auf Hochwasser vor

Der Pegel der Wyna steigt. Bei dem Engpass zwischen Valiant Bank - Wyna - und dem Handelshof rechnet man aus Erfahrung zuerst mit Hochwasser, weil die Wyna hier unter der Hauptstrasse durchfliesst und weil zusätzlich der Schorenbach unmittelbar vor dem Engnis zufliesst. So trat der Bach auch beim Hochwasser von 2007 hier über die Ufer und suchte sich seinen Weg über die Hauptstrasse.

Peter Wilimann, Wirt des Café City hat bereits die Absperrungen montiert. Vor fünf Jahren hatte ihm der Bach das Restaurant geflutet und grossen Schaden angerichtet. Ein Mitarbeiter der Vailant Bank hat jetzt auch die Schutzläden vor den Bankfenster montiert. Noch ist der Eingang zum Regionalbüro der Aargauer Zeitung frei zugänglich. Steigt die Wyna aber weiter an, wird sich der az Redaktor ebenfalls hinter sichere Aluminiumläden zurückziehen.

Keller und Strassen sind überschwemmt

Feuerwehren mussten teilweise wegen Überschwemmungen Strassen sperren und Umleitungen markieren, weil einige Abschnitte zu gefährlich wurden.

In mehreren Kellern im Aargau musste ausserdem Wasser abgepumpt werden. Auch erste Sandsäcke wurden verlegt. Vor allem der Süden des Kantons hat es stärker getroffen, berichtet die Kantonspolizei Aargau.

Einige kleinere Bäche und Flüsse treten bereits über die Ufer, so zum Beispiel in Beinwil im Freiamt.

Für den Aargau sei das gröbste durch. Es werde in den nächsten Tagen zwar noch zu Regen kommen, aber es werde nicht dramatisch, sagt Meteonews.