AZ-Spendenaktion
Über 700'000 Franken gespendet: Kühe, Schulgeld und Nothilfe für Ruanda

Bei der Sammelaktion der AZ Medien sind fast 700'000 Franken gespendet worden.

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In den Kantinen erhalten die Kinder dreimal in der Woche eine Mahlzeit, werden aber auch mit Kleidern und anderem Nötigen ausgestattet und von freiwilligen Müttern betreut.
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Die Armut auf dem Land ist nach wie vor erschütternd. In solchen und ähnlichen Hütten leben viele Familien.
Armselig wie die völlig verrauchte Hütte ist auch dieses Bett, in welchem zwei Kinder jeweils schlafen.
Vom Hilfswerk betreute Waisenkinder.
Die Zahl der betreuten Waisen- und Strassenkinder wird nächstes Jahr von heute 750 auf 1500 verdoppelt.
Das Hilfswerk ermöglicht über 2000 Kindern dank der Schulgeldzahlung den Schulbesuch.
In Ateliers und Werkstätten können Jugendliche einen Beruf erlernen; im Bild angehende Schneiderinnen.
Kühe werden für die Verteilung an arme Familien angeliefert.

In den Kantinen erhalten die Kinder dreimal in der Woche eine Mahlzeit, werden aber auch mit Kleidern und anderem Nötigen ausgestattet und von freiwilligen Müttern betreut.

Regula Gloor

Zwei Wochen lang dauerte die traditionelle Weihnachtssammelaktion der AZ Medien in Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda. Der Erfolg ist überwältigend und berührend.

Die Leserinnen und Leser spendeten den hohen Betrag von 659'645 Franken. Wie gewohnt konnten sie selber bestimmen, wie ihr Beitrag zu Gunsten der Notleidenden in Ruanda verwendet werden soll.

Dies ist das Ergebnis: 189'095 Franken für die Abgabe von Schulgeld an Kinder aus mittellosen Familien, 98'075 Franken für die Betreuung von Waisen- und Strassenkindern in Gemeinschaftszentren des Hilfswerks und 86'270 Franken für die Verteilung von Vieh an arme Familien (82 Kühe, 867 Milchgeissen, 255 Schweine).

222'085 Franken wurden für die weiteren Aktivitäten des Hilfswerks gespendet, etwa für die berufliche Ausbildung Jugendlicher, Kleinkredite für den Start einer beruflichen oder nebenberuflichen Tätigkeit, für die Geburtsstation, mittellose Spitalpatienten, Krankenkassen-Beiträge für mittellose Familien, und vielfältige Nothilfe.

Aufgrund der Erfahrungen stocken viele Spenderinnen und Spender ihre Einzahlungen noch auf, weitere melden ihre Spende nicht an, sodass der Gesamtbetrag bis Ende Januar 2020 auf über 700'000 Franken klettern wird. Das Geld ermöglicht dem Hilfswerk überaus wirkungsvolle Hilfeleistungen im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe.

Ein wahrhaft segensreiches Weihnachtsgeschenk für die unter Armut leidende Bevölkerung, ein Geschenk, das ihr neue Perspektiven eröffnen und viele Bedürftige auf den Weg zu einem besseren Leben führen wird. Insbesondere auch Kinder und Jugendliche werden von der Unterstützung profitieren.

Die AZ Medien, der Stiftungsrat Hilfswerk Margrit Fuchs Ruanda und das OK der 16. Weihnachtsaktion möchten allen Spenderinnen und Spendern für die grossartige Unterstützung herzlich danken. (az)