Trotz Klimabewegung ging von den unter 39-Jährigen nur jeder 5. wählen

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Stimmbeteiligung 33 Prozent der Aargauerinnen und Aargauer machten bei den Grossratswahlen Gebrauch von ihrem Wahlrecht; das weicht nur unwesentlich von der Beteiligung ein Jahr zuvor bei den Nationalratswahlen ab. Angesichts der breiten Klima-Bewegung hätte man allerdings denken können, dass die Beteiligung der Jungen an den Wahlen zunimmt: «Davon ist hier nicht viel zu sehen», kommentierte ZDA-Wahlforscher Thomas Milic an einer virtuell durchgeführten Medienkonferenz das Ergebnis der Auswertung. Denn von den 18–29-jährigen beteiligten sich 21 Prozent, von den 30–39-jährigen sogar nur 20 Prozent an den Grossratswahlen.

Zu den Hauptgründen für Nichtteilnahme führt das ZDA (in absteigender Reihenfolge) auf: Teilnahme vergessen, Desinteresse, Überforderung, keine valablen Kandidaturen, Unentschlossenheit, Wirkungslosigkeit.

Die Wahlteilnahme steige mit zunehmendem Alter, so Milic. Die heutigen Jungen werden also dereinst mehr wählen. Junge seien im politischen Leben noch nicht so verwurzelt, und fühlen sich von Vorlagen wie etwa zur AHV wenig betroffen, weil die für sie zeitlich noch weit weg sind. Am höchsten war die Wahlteilnahme bei den über 70-Jährigen (58 Prozent). Höheres Alter und Bildungsniveau wirkten sich positiv auf die Wahlbeteiligung aus. (mku)