Meisterschwanden
«Todesstrecke» Meisterschwanden-Aesch: Gemeinde und Kanton einig

Nach mehreren tödlichen Unfällen in den vergangenen Jahren handelt der Kanton nun zusammen mit der Gemeinde Meisterschwanden. Beide wollen den Abzweiger beim Hotel Seerose nachhaltig entschärfen und sicherer machen.

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Tödlicher Töffunfall in Meisterschwanden beim Hotel Seerose Ende April 2011

Tödlicher Töffunfall in Meisterschwanden beim Hotel Seerose Ende April 2011

AZ

Beim Hotel Seerose in Meisterschwanden fahren täglich tausende Autos vorbei. Die Abzweigung zur Zufahrtsstrasse des Hotels ist berüchtigt. In den letzten zwei Jahren starben gleich zwei Motorradfahrer an derselben Stelle. Der letzte tödliche Unfall ist erst drei Monate her.

Beide wollen handeln

Nun hat die Gemeinde Meisterschwanden genug. Sie fordert vom Kanton nun, dass dieser vorwärts macht. Die Gemeinde hat ab dem Dorfausgang eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Stundenkilometer geplant. «Wir haben aber noch kein Feedback vom Kanton und wissen nicht, ob die Bereitschaft zur Realisation da ist», erklärt Kurt Kaufmann, Gemeindeammann Meisterschwanden, gegenüber TeleM1.

Heute Nachmittag fand zu diesem Thema in Meisterschwanden nun eine Sitzung mit Beteiligung der Gemeinde und des Kantons statt. Dabei wurden auch mehr oder weniger konkrete Lösungsansätze erarbeitet. «Diese Ansätze sehen nicht nur eine Geschwindigkeitsbegrenzung vor», Werner Müri, Leiter des kantonalen Verkehrsmanagements. «Diese werden auf solchen Strecken ausserorts einfach ignoriert.» Aus diesem Grund will der Kanton eine Begrenzung realisieren, welche von baulichen Massnahmen begleitet ist

Dies wird aber noch dauern. Die Projektierungsphase hat erst begonnen. Sofern alles gut läuft, wird die Situation zwischen Meisterschwanden und Aesch frühestens 2013 entschäft sein. (san)