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Tiefes Finanzergebnis trübt Gewinn der AEW Energie AG

AEW: Weniger Gewinn wegen tieferem Finanzergebnis.

AEW: Weniger Gewinn wegen tieferem Finanzergebnis.

Der Aargauer Energieversorger AEW Energie AG hat im vergangenen Geschäftsjahr unter anderem wegen einem tieferen Finanzergebnis einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Gewinn sank um 5,1 Millionen Franken auf 65,6 Millionen Franken.

Das Finanzergebnis schrumpfte um 6,7 Mio. Fr. auf 23 Mio. Franken, wie die AEW am Donnerstag vor den Medien in Aarau mitteilte. Gründe dafür seien eine tiefere Dividendenzahlung der Axpo Holding AG, die Entwicklung an den Finanzmärkten und der tiefe Eurokurs.

Im eigentlichen Kerngeschäft - der Stromversorgung - stieg hingegen die Nachfrage. Der Stromabsatz erhöhte sich um 3,6 Prozent auf 4350 Millionen Kilowattstunden (kWh). Die AEW führt dies auf das kalte Wetter, einzelne Grosskunden und die hohe Wohnbautätigkeit zurück.

In die eigenen Anlagen investierte die AEW 57 Millionen Franken. Schwerpunkte waren die Geschäftsfelder Netze und Wärme. Der Aargau und die Gemeinden erhalten insgesamt 12,3 Mio. Fr. an Steuern, Gebühren, Wasserrechts- und Konzessionsentschädigungen.

Die Dividende an den Aargau, den Eigentümer der AEW schrumpft im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Mio. Fr. auf 19,5 Mio. Franken. Die Dividende macht knapp 30 Prozent des Gewinns aus. Die AEW beschäftigte 276 Personen - sieben mehr als im vorherigen Geschäftsjahr.

Naturstrom wächst auf tiefem Niveau

Der Absatz von Naturstrom stieg um 129 Prozent auf 19,5 Mio. Kilowattstunden. Auch nach diesem rasanten Zuwachs macht Naturstrom jedoch erst 0,45 Prozent des Gesamtabsatzes aus. Am meisten nachgefragt wurde rein aus Wasserkraft produzierter Strom.

AEW-Verwaltungsratspräsident Ernst Werthmüller stellte eine Ambivalenz bei den neuen erneuerbaren Energien fest. Obwohl viel über das Thema berichtet werde, seien breite Teile der Bevölkerung offenbar nicht bereit, höhere Produktionskosten zu zahlen.

Strompreise dürften weiter steigen

Bei den Strompreisen zeige die Tendenz klar nach oben, sagte Verwaltungsratspräsident Werthmüller. Grund dafür seien unter anderem höhere Kosten bei der Stromproduktion und eine Erhöhung des Wasserzinses.

Die AEW hatte bereits im August 2010 einen Anstieg der Stromtarife per 1. Januar 2011 angekündigt. Eine weitere Erhöhung des Strompreises sei noch nicht konkret geplant, hielt Werthmüller fest.

Peter Bühler, Vorsitzender der AEW-Geschäftsleitung, wies darauf hin, dass die Liberalisierung des Strommarktes noch viele Unsicherheiten berge. Die vollständige Marktöffnung sei nach wie auf den 1. Januar 2014 angesetzt.

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