Thomas Lüpold tritt zurück. Die «Gnadenfrist» sei für ihn bereits vor zwei Jahren abgelaufen, meint er. Als weiteren Grund für seinen Rücktritt gibt der 48-Jährige aus Möriken an, den jungen Leuten Platz einräumen zu wollen. Eine Blutauffrischung tue immer gut, teilt der Präsident der kantonalen SVP mit.

«Den wirklich ‹richtigen› Zeitpunkt für einen Rücktritt gibt es wohl nie, und trotzdem soll man den Schritt einmal machen.»

Auch wenn er aus dem Aargauer Parlament austrete, werde er der Politik sicher treu bleiben. «Sei es als Parteipräsident oder gelegentlich in einem anderen Amt», sagt Lüpold.

18 Jahre im Grossen Rat

Thomas Lüpold war erst 31 Jahre alt, als ihn die Lenzburger Stimmberechtigten in den Grosser Rat wählten. Er habe damals zu den «Jungspunden» gehört, schreibt er. Lediglich zwei Mitglieder seien jünger gewesen.

Mittlerweile ist Lüpold bereits seit 18 Jahren ein Mitglied des Grossen Rates. Diese Zeit sei von Herausforderungen, immer mehr Termindruck und «manchmal auch etwas Resignation» geprägt gewesen, schreibt Lüpold in seinem Rücktrittsschreiben. Trotzdem würden die positiven Erinnerungen an die Zeit im Grossen Rat überwiegen, betont er.

Als Höhepunkt bleibt ihm das Amtsjahr 2004/2005 in Erinnerung: Lüpold wurde zum Präsidenten des 200-köpfigen Rates gewählt. Diese Zeit habe für ihn eine besondere Erfahrung bedeutet, sagt Lüpold. (ldu)