Aargauer Wahlen
Thomas Burgherr: «Wir müssen noch stärker mobilisieren»

Die SVP schnitt in der az-Umfrage zu den Grossrats-Wahlen schlecht ab: Sie verliert zum jetzigen Zeitpunkt 3,5 Prozentpunkte und kommt noch auf 28,4 Prozent der Stimmen. SVP-Kantonalpräsident Thomas Burgherr sagt, wie seine Partei darauf reagiert.

Philipp Mäder
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Thomas Burgherr erklärt, warum die SVP bei der az-Umfrage so schlecht abschnitt.

Thomas Burgherr erklärt, warum die SVP bei der az-Umfrage so schlecht abschnitt.

Annika Bütschi

Herr Burgherr, wie wollen Sie in der Wählergunst wieder zulegen?

Thomas Burgherr: Wir müssen unsere Wähler noch stärker mobilisieren. Das ist meine zentrale Botschaft an den vielen Anlässen, die ich die nächsten zwei Wochen besuche. Wir werden dort, wo notwendig, noch weitere Plakate aufstellen. Und nächste Woche kommt unsere Wahlzeitung in alle Briefkästen. Das wird ebenfalls mobilisieren.

War es ein Fehler, im Gegensatz zu anderen Parteien an den Laternen keine Plakate aufzuhängen?

Nein, das bleibt so. Wir hatten viele positive Reaktionen auf den Verzicht.

Ist die SVP Aargau mit ihrem hohen Wähleranteil von über 30 Prozent satt und zufrieden geworden?

Nein, unsere Partei ist sehr gut aufgestellt. Wir haben viele Probleme besetzt und präsentieren dafür Lösungen. So bei der Energie-, Ausländer- und Wirtschaftspolitik.

Die vielen Probleme mit kriminellen Asylsuchenden im Aargau wären für Sie eigentlich ein ideales Wahlkampfthema.

Dort punkten wir auch. So hat der Grosse Rat diese Woche den SVP-Vorstoss unterstützt, straffällige Asylsuchende zu internieren. Hier erwarte ich, dass die Regierung den Entscheid umsetzt und in Bern Druck macht.

Die SVP Aargau hat schon bei den Nationalratswahlen verloren - und sank dort von 36,2 auf 34,7 Prozent. Wird sich dieser Trend bei den Grossratswahlen fortsetzen?

Nein. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass wir unseren Wähleranteil einigermassen halten können.

Was heisst einigermassen?

Wenn man wie wir bereits über dreissig Prozent Wähleranteil hat, ist eine Schwankung von einem Prozent normal. Und man darf nicht vergessen, dass BDP und GLP ihre Wähler auch irgendwem wegnehmen.

Die az-Umfrage fand dann statt, als Christoph Mörgeli und Natalie Rickli für negative Schlagzeilen sorgten. Schadet das der SVP im Aargau?

Was mir auffiel: Die az hat bei diesen beiden Themen stark auf die SVP eingedroschen. So hat es mich überrascht, dass eine Zeitung das Burnout von Frau Rickli ausschlachtet. Das kann uns schon geschadet haben.