Am Sonntag ist der SVP-Grossrat Beat Unternährer überraschend verstorben. Der 70-Jährige erlag einem Herzstillstand bei sich zu Hause in Unterentfelden, wie die SVP Aargau am Dienstag verlauten liess. Unternährer wirkte seit 2001 als anerkannter Bildungspolitiker für die SVP im Grossen Rat. Bis zu seinem Tod diente er der Fraktion im Fraktionsvorstand als Arbeitsgruppenleiter Bildung, Kultur und Sport und der SVP Aargau als Geschäftsleitungsmitglied.

«Er fiel mir bereits bei der ersten Fraktionssitzung als Bildungspolitiker auf», sagte Thomas Burgherr, Präsident der SVP Aargau, gestern auf Anfrage. Unternährer habe viele konstruktive Vorstösse - nicht nur zur Bildungspolitik - eingegeben. «Ich war immer wieder erstaunt, was er alles weiss», sagt Burgherr. Dass das Bildungskleeblatt abgelehnt wurde, sei Unternährers Verdienst gewesen.

Doch Burgherr wusste seinen Parteikollegen nicht nur als Politiker, sondern auch als Menschen zu schätzen: «In der Geschäftsleitung haben wir sehr eng zusammengearbeitet. Bei wichtigen Fragen konnte ich mich immer an ihn wenden. Er hatte stets Rat parat.» Unternährer sei ein lustiger Mensch gewesen, mit dem man über alles habe reden können. «Er wird uns fehlen», sagt der Aargauer SVP-Präsident.

Unternährers Tod ist nicht nur ein Verlust für die SVP, sondern auch für die Theatergesellschaft Oberentfelden. Diesen Samstag hätte die Premiere des Stücks «Zimmer 12a» mit Unternährer in der Rolle des Hotelmanagers stattfinden sollen. «Er freute sich riesig darauf», weiss Burgherr.

Doch das Stück wird trotzdem am Samstag Premiere feiern. «Das wäre in seinem Sinn gewesen», sagt Peter Locher, Regisseur von «Zimmer 12a». Nach Rücksprache mit der Trauerfamilie habe die Theatergesellschaft gemeinsam entschieden, das Stück vorzutragen. Den Part des Hotelmanagers übernimmt der Regisseur persönlich. Locher meint dazu: «Das war die einfachste Variante. Aber es ist eine Herausforderung. Ich muss noch am Text feilen.»