SGV

Sylvia Flückiger gibt trotz Nominations-Schlappe noch nicht auf

Sylvia Flückiger-Bäni, Nationalrätin SVP/AG und Unternehmerin aus Schöftland, hat ehrgeizige Ziele.

Sylvia Flückiger-Bäni, Nationalrätin SVP/AG und Unternehmerin aus Schöftland, hat ehrgeizige Ziele.

Die Aargauer SVP-Nationalrätin will bekanntlich Präsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbandes werden. Jetzt wurde die Schöftlerin aber nicht offiziell nominiert. Kein Grund für Sylvia Flückiger, klein beizugeben.

Sie ist die einzige weibliche Kandidatin im Reigen all jener Kandidaten, die Ambitionen für das Präsidentenamt des Schweizerischen Gewerbeverbandes hegen. Die Unternehmerin aus Schöftland und erprobte SVP-Nationalrätin, Sylvia Flückiger. Im Vorfeld zu ihrer Kandidatur wurde ihre Parteizugehörigkeit und die damit verbundenen möglichen Interessenkonflikte oft als möglicher Stolperstein für das anspruchsvolle Amt gewählt.

Falsch, wie die nun publizierte Medienmitteilung des SGV zeigt. Darin nominiert der Vorstand des Schweizerischen Gewerbeverbandes zuhanden der Schweizerischen Gewerbekammer, die am morgen Mittwoch die Nomination beschliesst, zwei Männer: Den Nationalrat Jean-François Rime (SVP/FR) und den Ständerat Jean-René Fournier (CVP/VS). Beide Kandidaten würden das «Anfordergsprofil unter den eingegangenen Dossiers am besten erfüllen», hiesst es.

«Ich gebe noch nicht auf»

Doch wie es ihre Art ist, lässt sich Sylvia Flückiger davon noch nicht abschrecken. Sie will die Sitzung der Gewerbekammer von morgen Mittwoch abwarten, und sagt: «Ich gebe jedenfalls noch nicht auf, das bin ich den KMU-Frauen und auch dem Aargauischen Gewerbeverband, und allen, die ihre Hoffnungen in mich gesetzt haben, schuldig.»

Ob der Schweizerische Gewerbeverband mit den beiden Nominationen vollends heiter bis glücklich ist, sei dahingestellt. Wie die az weiss, wäre der Wunschkandidat von Hans-Ulrich Bigler, dem Direktor des sgv, ein anderer gewesen: Nationalrat Ruedi Lustenberger gewesen. Der Luzerner CVP-Nationalrat, Präsident der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates und hartnäckiger Verfechter des CO2-Gesetzes, hätte aber 2014 dafür auf das Nationalratspräsidium verzichten müssen, wozu er nicht bereit war.

Meistgesehen

Artboard 1