Wahlen
Susanne Hochuli nach Gratulationsverweigerung: «Zeichen ist nötig gewesen»

Regierungsrätin Susanne Hochuli nimmt Stellung zu ihrem Verhalten gegenüber Andreas Glarner am Wahlsonntag. Sie hatte sich geweigert, dem Fraktionschef der SVP die Hand zu geben, als dieser ihr zur Wiederwahl gratulieren wollte.

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Susanne Hochuli: «Ich nehme nur Gratulationen an, die von Herzen kommen».

Susanne Hochuli: «Ich nehme nur Gratulationen an, die von Herzen kommen».

Alexandra Wey

«Ich wollte mir nicht von jemandem gratulieren lassen, der es weder ehrlich noch herzlich meint», erklärt die Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartements auf Radio Argovia.

Sie selbst finde es zwar unanständig einen Handschlag zu verweigern, da dies zu unserer Kultur gehöre. «Etwas anderes ist es aber, wenn ich mir Wochen und Monate anhören muss, ich sei für das Amt nicht geeignet, ich könne mein Departement nicht führen - und überhaupt - ich wäre auf der ganzen Linie unfähig.» Diese Meinung dürfe man haben, aber man sollte ihr dann nicht zur Wiederwahl gratulieren wollen, sagt sie weiter.

Es wurde eine Grenze überschritten

Das Ziel sollte keine Provokation oder eine Beleidigung sein, macht Susanne Hochuli klar, vielmehr ein klares Signal. «Für mich ist eine Grenze überschritten worden und so habe ich selber eine Grenze gezogen». Denn: «Für mich wurde damit eine Grenze überschritten und ich habe darauf reagiert, indem ich selbst eine Grenze gezogen habe.» Das sei nötig gewesen.

Anders als bei Andreas Glarner nahm sie den Handschlag von ihrem Herausforderer Thomas Burgherr an. Dieser habe es laut Susanne Hochuli «ehrlich und herzlich» gemeint.

Doch auch bei der nächsten Grossratssitzung wird sie Andreas Glarner wieder mit einem Händeschütteln begrüssen, sagt sie zum Schluss. «Es gehört zu unserer Kultur nach einem klaren Statement wieder zur Tagesordnung übergehen zu können.» (sarkue)