Zum Tod des Rockstars

Steve Lee und das Fricktal - eine langjährige Beziehung

Steve Lee zeigt sich am 25.9.2009 gut gelaunt mit Festivalhelferinnen Lisa Erni udn Sonja Müller.

Steve Lee zeigt sich am 25.9.2009 gut gelaunt mit Festivalhelferinnen Lisa Erni udn Sonja Müller.

Steve Lee trat achtmal am Schupfart-Festival auf – letztmals 2009. Der langjährige OK-Präsident Hanspeter Müller spricht über seine Begegnung mit dem Hardrock-Star.

«Schupfart, ihr seid genial!», rief Steve Lee an diesem Freitagabend, dem 25. September 2009, seinen Fans zu. Gegen 7000 Besucher kamen an das Konzert von Gotthard am Schupfart-Festival. Mit viel Power, Leidenschaft und Liebe zur Musik war Steve Lee mit seiner Band jeweils am Werk. Nun wird nichts mehr so sein, wie es einmal war: Gotthard-Frontmann Steve Lee verlor am Dienstag bei einem Töffunfall in Kalifornien das Leben (die az Aargauer Zeitung berichtete).

Schupfart und Gotthard – das passt

Einer, der Steve Lee gut kannte, ist Hanspeter Müller, langjähriger OK-Präsident des Schupfart-Festivals. Nicht weniger als achtmal engagierte er Gotthard für das Festival. Als Müller am Mittwoch vom Tod Lees erfuhr, spürte er eine grosse Leere. «Ich hielt es für unmöglich, war sprachlos, fassungslos. So etwas ist einfach brutal», sagt er und ergänzt: «Es hat sich wieder einmal bestätigt: Man merkt erst, was man verloren hat, wenn es nicht mehr da ist.»

In all den Jahren baute das Schupfarter Organisationskomitee mit Gotthard eine Beziehung auf. 1996 trat die Band zum ersten Mal auf. «Es brauchte grosse Überzeugung, bis das Management die Bestätigung gab und die Band in einem Dorf mit 700 Einwohnern auftrat», erinnert sich Müller. Es hat sich aber gelohnt. Es war der Anfang einer Erfolgspartnerschaft.

«Schupfart und Gotthard, das passte einfach», sagt Müller. Zum letzten Mal war Lee und Co. im letzten Jahr auf der Schupfarter Bühne. «Alle acht Konzerte waren ausverkauft, einzigartig und schlicht fantastisch», schwärmt Müller.

«Steve brauchte keine Limousine»

Müller beschreibt Lee als einen stets sehr fröhlichen, umgänglichen und bodenständigen Rocker. «Er hatte keine Starallüren, brauchte für das Reisen keine Limousine», sagt Müller, «das ist sicher aussergewöhnlich. Ich werde ihn in guter Erinnerung behalten.»

Veranstalter Philippe Weiss von «Fricks Monti» kannte Lee ebenfalls: «Die Beziehung war aber rein geschäftlich, oberflächlich, aber immer sehr herzlich und freundlich», erinnert er sich. Anfang der 90er-Jahre engagierte er Gotthard. «Sie waren noch nicht die ganz grosse Nummer. Mir fiel aber schon damals auf, wie professionell sich die Band zeigte», sagt Weiss und ergänzt: «Steve Lee ist definitiv ein ganz grosser Verlust für die Schweizer Musik.»

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