Weil «ein nicht unerheblicher Teil» der Bewerbungen der Kliniken und Spitälern unvollständig ist, wird den betroffenen Bewerbern bis Ende Mai eine Nachfrist gewährt, wie das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Mittwoch mitteilte.

Bei den 40 Eingaben handelt es sich zum Teil um Mehrfachbewerbungen. Die Leistungserbringer bewarben sich gemäss DGS für eine Kombination von akutsomatischen, psychiatrischen und rehabilitativen Leistungen.

Der Regierungsrat wird in der zweiten Jahreshälfte darüber entscheiden, welche Anbieter auf die Spitalliste kommen. Die Liste wird auf Anfang 2012 in Kraft gesetzt.

Aargau setzt auf Wettbewerb

Der Aargau setzt beim erstmaligen Bewerbungsverfahren auf Wettbewerb. Alle öffentlichen und privaten Spitäler konnten Offerten einreichen. Die Liste ist eine Konsequenz der Revision des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) des Bundes.

Das KVG bringt schweizweit eine neue Spitalfinanzierung. Eine wichtige Rolle kommt dabei der kantonalen Spitalliste zu. Nur Institutionen, die auf dieser Liste stehen, erhalten künftig von der öffentlichen Hand finanzielle Beiträge. Die Zahlungen sind mit einem Leistungsauftrag verbunden.

Als wichtigste Vorgaben für eine Aufnahme auf die Liste sind im KVG die Qualität und der Preis festgelegt. Weitere Leitplanken setzte das Aargauer Kantonsparlament in der «Gesundheitspolitischen Gesamtplanung».