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Spielt GC schon bald auf dem Aarauer Brügglifeld?

Trägt GC mit durchschnittlich 6822 Zuschauern pro Spiel seine Heimspiele bald auf dem Brügglifeld aus?

Trägt GC mit durchschnittlich 6822 Zuschauern pro Spiel seine Heimspiele bald auf dem Brügglifeld aus?

GC hat kein Geld mehr. Der Verein muss sparen und hat deshalb den Letzigrund-Vertrag auf Ende Juni 2011 gekündigt. Gut möglich, dass der Zürcher Traditionsklub schon bald auf dem Aarauer Brügglifeld spielt, sagt Vereinspräsident Urs Linsi.

GC hat jährlich ein strukturelles Defizit von rund fünf Millionen Franken. Und so lange das neue Hardturm-Stadion nicht steht, wird es schwierig für GC, dieses Defizit in den Griff zu bekommen. Doch GC muss handeln, will der Verein zukünftig weiter in der Super League spielen. Deshalb hat GC-Präsident Urs Linsi den Vertrag für die Benutzung des Letzigrunds gekündigt, wie der «TagesAnzeiger» heute berichtet.

Acht Franken pro Fan für die Sicherheit

Denn damit GC – wie auch Konkurrent FCZ – auf dem Letzigrund spielen darf, zahlt der Traditionsverein eine fixe Grundsumme sowie einen zusätzlichen Betrag für jeden einzelnen Zuschauer pro Spiel. Linsi rechnet dem Zürcher Blatt vor: «Für jeden Zuschauer, der zum GC-Spiel kommt, bezahlen wir allein für die Sicherheit im Stadion acht Franken an den Stadionbetreiber, also die Stadt.»

Gesamthaft muss GC Mietkosten von deutlich über zwei Millionen Franken pro Saison bezahlen, dazu kommen Polizeikosten von rund 700 000 Franken. Für Linsi viel zu viel, zumal GC mit durchschnittlich nur 6822 Zuschauern pro Spiel für das Letzigrund (25 000 Sitzplätze) zu wenig Fans anzieht. Linsi spielt deshalb mit dem Gedanken, auf dem vereinseigenen Trainingscampus in Niederhasli oder in einem billigeren Kleinstadion zu spielen. Hier würden vor allem Aarau und Winterthur infrage kommen. Linsi könne nicht ausschliessen, wo künftig GC spiele. «Das Wichtigste ist, dass GC überlebt.»

Doch vorerst will Linsi für die Stadt Zürich kämpfen. Er hofft, dass sich mit dem Polizeidepartement eine Lösung finden lässt. «Wir setzen alles daran, dass GC weiterhin in Zürich spielen kann. Der Klub gehört zu Zürich.» (sha)

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