Wahlen 2011

SP schickt Pascale Bruderer einstimming ins Rennen ums «Stöckli»

Nationalrätin Pascale Bruderer soll für die SP Aargau erstmals seit über 60 Jahren einen Ständeratssitz erobern. Die SP hat am Samstag in Rheinfelden AG an ihrem Parteitag die 33- jährige Politikerin einstimmig nominiert.

 Bruderer politisiere «ausgewogen und nahe bei den Menschen» und sei eine «Brückenbauerin», sagte Parteipräsident Marco Hardmeier vor knapp 50 Delegierten. Regierungsrat Urs Hofmann sagte, Bruderer stehe «für einen Kanton der Offenheit» und «für alle Werte der SP».

«Der Aargau liegt mir am Herzen», erklärte Bruderer. Möglichst viele Aargauerinnen und Aargauer müssten sich im Ständerat vertreten fühlen. Bruderer gehört seit 2002 dem Nationalrat an. Als «höchste Schweizerin» präsidierte sie im vergangenen Jahr die grosse Kammer.

Bereits vor vier Jahren kandidiert

Bereits vor vier Jahren hatte die Politikerin aus Baden für einen Ständeratssitz kandidiert. Sie verfehlte das absolute Mehr, erreichte jedoch den dritten Platz. Die Sozialdemokraten hatten im Aargau erst- und letztmals 1943 einen Ständeratssitz erobert.

Reimann hört auf

Bei der Wahl im kommenden Herbst treten für die zwei Aargauer Sitze im Ständerat bislang fünf Personen an. Der Wiederwahl stellt sich Ständerätin Christine Egerszegi-Obrist (FDP). Ständerat Maximilian Reimann (SVP) tritt auf Ende der Legislaturperiode ab.

Für die SVP soll Nationalrat Ulrich Giezendanner (SVP) den Sitz verteidigen. Anders als bei früheren Wahlen werden sich FDP und SVP jedoch nicht mehr gegenseitig unterstützen.

Die CVP schickt Kurt Schmid (CVP), den Präsidenten des Aargauischen Gewerbeverbandes, ins Rennen. Die Grünen treten mit Nationalrat Geri Müller an.

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