Kölliken
Sondermülldeponie: Rückbau wird teurer und dauert länger

Nachdem in Kölliken die Baumaschinen ein Jahr lang still standen, kommt der Rückbau nun in die zweite Phase. Sie wird mit erheblichen Mehrkosten verbunden sein.

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Sondermülldeponie Kölliken

Sondermülldeponie Kölliken

Aargauer Zeitung

Die am Rückbau beteiligten Parteien müssen neben den bereits veranschlagten 500 Millionen Franken mit Mehrkosten in der Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags rechnen. Das betrifft vor allem die Kantone Aargau und Zürich, die zu je 42 Prozent an der Sanierung der Sondermülldeponie beteiligt sind. Die Stadt Zürich und die Basler Chemische Industrie sind mit jeweils 8 Prozent beteiligt.

Ende Oktober 2009 verschwanden die Bagger von der Sondermülldeponie um Platz für Vorbereitungen der nächsten Abbauphase zu machen.

In der Zwischenzeit wurden Verfahrensänderungen entwickelt, die den Abbau sicherer machen sollen. Sie sind Folgen des Feuers, das 2008 ausgebrochen ist und für die Mehrkosten mitverantwortlich.

Abbauarbeiten verzögern sich um weitere zwei Jahre

So sollen in Zukunft zum Abtransport nur noch 50 statt wie bis anhin 200 Kubikmeter grosse Abfallberge angehäuft werden. Die kleineren Berge sollen besser analysiert und auf Gefahren hin untersucht werden können.

Dadurch ziehen sich die Abbauarbeiten weitere zwei Jahre in die Länge. Treten keine weiteren unvorhergesehenen Vorkommnisse auf, kann der Rückbau neu frühestens anfangs 2016 abgeschlossen werden. (mik)