Geoinformation
So schön ist der Arbeitsplatz von Roland Brogli

Wo ist ihr schönster Ort im Aargau? Diese Frage zum Jubiläum 20 Jahre Aargauische Geoinformation haben bisher 300 Personen mit einem Bild beantwortet. Unter ihnen auch Regierungsrat Roland Brogli.

Hans Lüthi
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Schweiz am Sonntag

Der schönste Ort im Büro? Das riecht auf Anhieb nach einem Scherz des Finanzdirektors - aber nur, bis das von seiner Mitarbeiterin Lucrezia Gilli komponierte Bild eintrifft. Und die dazu passende Erklärung von Roland Brogli persönlich: «Mein Büro im 21. Stock des Telli-Hochhauses empfinde ich als Ort mit dem schönsten Ausblick, weil ich seit zehn Jahren jeden Tag diese fantastische Aussicht auf Stadt, Aare und Jura geniesse.

Die Natur und ihre Stimmungen zaubern hier immer wieder neue Welten», meint Brogli begeistert. Auch die Aussicht auf die Zahlenberge von Rechnung und Budget kann seine Stimmung nicht sonderlich trüben: «Mit Blick auf die Finanzen bin ich auch ganz zufrieden».

Warum ist Agis so wichtig und warum gehört die Informationsplattform zu den Finanzen? Zur Bedeutung: Über 20 Fachstellen des Kantons sind damit verknüpft, mehrere hundert Mitarbeitende greifen täglich auf die Plattform zu. Mehrere zehntausend Menschen aus dem Aargau und der ganzen Welt klicken sich jeden Monat durch das Geoportal - etwa, um eine der 150 digitalen Kartendienste zu nutzen.

Zahlenmässig schwach

Das Agis-Team gehört zur Abteilung Informatik im Departement Finanzen und Ressourcen (DFR), «unsere Abteilungen arbeiten interdisziplinär, wir erbringen für alle Departemente Dienstleistungen für Finanzen, Steuern, Personal, Immobilien, Statistik und Informatik», erklärt Brogli.

Bei über 600 000 Einwohnern im Kanton blieb die Bildausbeute bis Mitte Woche zwar qualitativ ausgezeichnet, aber zahlenmässig eher schwach. «Doch jetzt kommen sie im Zehn-Minuten-Takt herein», versichert Armin Meier vom Agis-Service-Center. Begründung: «Wir haben die Gemeinden angeschrieben», betont Meier.

Bis heute Sonntag rechnet er mit bereits 300 schönsten Orten im Aargau, bis zum Ende der Aktion am 13. November wünscht er sich 400 bis 500 Aufnahmen. Was auffällt: Die Randgebiete sind schwach vertreten, vom Zurzibiet und vom oberen Freiamt gibt kaum Bilder, das Fricktal hat jetzt stark aufgeholt.

Flüsse und Seen prägen die Hälfte aller Bilder, was dem Wasserkanton Aargau alle Ehre macht. Schade nur, dass die meisten Einsender sich mit ein paar Worten begnügen, statt ihren schönsten Ort mit Herzblut zu beschreiben. Aargau Tourismus hat das Ziel, für Bevölkerung und Gäste «die vielen einzigartigen Perlen im Kanton vorzustellen». Wem die Musse fehlt, dem zitiert Roland Brogli Georg Orwell: «Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei.»