Krise beim FC Aarau

Sieg! FCA wirbelt wie in den besten Zeiten

FC Aarau jubelt uebr das Tor zum 1:0. © Daniela Frutiger/EQ Images

FC Aarau jubelt uebr das Tor zum 1:0. © Daniela Frutiger/EQ Images

Ist das die Wende? Nach dem 2:0-Sieg gegen Leader Lugano vor eigenem Publikum hat Aarau vier Runden vor Schluss gute Karten im Abstiegskampf in der Challenge League.

War es der Ladies Day, der die Spieler zu einer Parforceleistung getrieben hat? Waren es das schöne Wetter und die sommerlichen Temperaturen? Wer weiss es schon? Was der FC Aarau gestern Abend vor 3900 Zuschauern im Brügglifeld gezeigt hat, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. FCA-Präsident Alfred Schmid jedenfalls nahm sich den Mann von der Presse kurz nach dem Schlusspfiff zur Brust und gab ihm folgenden Gratistipp: „Jetzt will ich wieder einmal einen guten Bericht über den FC Aarau lesen. Immerhin haben wir den Tabellenführer nach allen Regeln der Kunst vorgeführt."

Nach allen Regeln der Kunst? Mag sein, dass der Klubboss in der Stunde des Erfolgs etwas übertrieben hat. Dennoch. Der FC Aarau bestimmte tatsächlich von Beginn an den Rhythmus, liess den Ball laufen, kombinierte geschickt und hatte Glück, dass die erste hochkarätige Möglichkeit auch gleich zum 1:0 führte. Nach einer Flanke von Marco Aratore erwischte Samel Sabanovic Luganos Torhüter Alex Cordaz mit einem Kopfball. Der Führungstreffer nach gut einer Viertelstunde war verdient, umso mehr als dass sich die Mannschaft von Trainer René Weiler nicht mit dem knappen Vorsprung begnügte. Shkelzen Gashi verpasste nach einer halben Stunde das 2:0 nur um Haaresbreite. Und Lugano? Der Tabellenführer der Challenge League enttäuschte auf der ganzen Linie und machte nie den Eindruck, als könne er den Super-League-Absteiger gefährden.

Lugano nach der Pause stärker

Zumindest vor der Pause nicht. Nach dem Wechsel wurde Lugano etwas aktiver, ohne aber zu klaren Chancen zu kommen. Mitten in die zaghafte Druckphase der Tessiner führte ein herrlicher Konter der Aarauer zum 2:0. Nach einem öffnenden Pass von Sandro Burki auf Aratore bediente Sabanovic Gashi, der den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen schoss. Nun führte der Aussenseiter mit zwei Toren Vorsprung und hätte mit etwas mehr Kaltblütigkeit im Abschluss noch zwei, ja drei Treffer mehr erzielen können, ja müssen. Chefcoach Weiler strahlte nach getaner Arbeit wie ein Maikäfer und sagte: „Heute klappte die Organisation innerhalb des Teams hervorragend. Mich freut besonders, dass die Spieler bis zum Umfallen kämpfen. Und zwar in defensiver und in offensiver Hinsicht." Es ist schon erstaunlich, was ein Trainerwechsel so alles bewirken kann. Seit Weiler das Zepter schwingt hat der FC Aarau in drei Spielen sieben Punkte geholt. Und spielt fast so schön und so erfolgreich wie in den guten alten Super-League-Zeiten.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1