Einbruchserie

Sechs Einbrüche an einem Tag – sind es Roma-Banden?

Die Aargauer Kantonspolizei verzeichnete allein am Donnerstag sechs Einbrüche in Wohnhäuser. Die Polizei geht davon aus, dass Einbruchbanden dafür verantwortlich sind.

«Wir gehen von verschiedenen Einbruchbanden aus. Wir haben in letzter Zeit wieder eine erhöhte Präsenz von Roma im Aargau festgestellt», sagt Bernhard Graser, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei. Das grösste Problem dabei sei, dass diese Banden mobil seien. «Sie können heute im Aargau einbrechen und morgen bereits in der Ostschweiz wieder zuschlagen», so Graser.

Polizei rät zur Aufmerksamkeit

Deshalb rät er den Aargauer Bürgerinnen und Bürgern zur Aufmerksamkeit. «Wenn Sie irgendwelche Beobachtungen machen, die Ihnen suspekt oder ungewöhnlich vorkommen, dann zögern Sie nicht und melden Sie uns diese umgehend», sagt Graser. Er betont zudem, dass Betroffene keine Zeit verlieren und sich sofort an den Notruf 117 wenden sollen. «Wenn wir auf der Stelle ausrücken können, erhöht sich die Chance, die Täter noch zu kriegen», erklärt Graser.


Eben solche Meldungen über verdächtigen Personen erhielt die Kantonspolizei am Donnerstag gegen 16 Uhr aus Kaiseraugst. Dort war ein schwarzer BMW mit französischen Kontrollschildern aufgefallen. «Anwohner hatten beobachtet, wie jemand ausstieg und verdächtig um die Häuser schlich», so Graser. Aber trotz sofortiger Fahndung konnte die Polizei die Verdächtigen nicht erwischen.
Am Donnerstag gingen danach vom späten Nachmittag bis zum späten Abend bei der Kantonspolizei vier weitere Einbruchsmeldungen ein. Betroffen waren Einfamilienhäuser in Kaiseraugst, Rudolfstetten, Hausen und Nussbaumen. Bereits am Donnerstagmorgen hatte die Kapo Meldungen von zwei Einbrüchen in Oberwil-Lieli, wo Bargeld und Schmuck entwendet worden waren, und in Zofingen bekommen.


Katalysatoren abtransportiert


Zu zwei weiteren Diebstählen kam es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Safenwil. Dort montierten unbekannte Diebe beim Autoverwertungsbetrieb Wilhelm am Schorütiweg zahlreiche Alt-Katalysatoren ab. Die Diebe erbeuteten 70 dieser Katalysatoren im Wert von rund 7000 Franken. Vermutlich die gleichen Täter drangen in das Gelände der Firma Emil Frey ein. Dort bauten sie bei 16 neuen Lieferwagen den Katalysator aus. Der Deliktsbetrag beträgt dort rund 27 000 Franken.

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