Vordemwald

Schweizer Fernsehen dreht Dokumentarfilm über Norma Ammann

Norma Ammann auf dem Weg ins Schulhaus Vordemwald.

Norma Ammann auf dem Weg ins Schulhaus Vordemwald.

Die Geschichte der «ältesten Primarschülerin der Schweiz» wird verfilmt. Ein Team der Sendung «Reporter» des Schweizer Fernsehens will bereits in dieser Woche mit den Dreharbeiten beginnen.

Der Fall Norma Ammann sorgte Ende des vergangenen Jahres für Schlagzeilen. Die 35-jährige Frau, die ursprünglich aus Peru stammt, besucht seit dem Sommer 2010 in der Aargauer Gemeinde Vordemwald die 3. Klasse und ist damit die wohl älteste Primarschülerin der Schweiz.

Nun zeigt auch das Schweizer Fernsehen Interesse an der ungewöhnlichen Geschichte. Für die Sendung «Reporter» will ein TV-Team einen Dokumentarfilm über das Leben von Norma Ammann realisieren. Die Dreharbeiten sollen bereits am kommenden Freitag beginnen, wie Normas Ehemann Hans-Ulrich Ammann gegenüber der «az» einen Bericht der Zeitung «20 Minuten» bestätigt. 

Wann genau der Film ausgestrahlt wird, kann Ammann noch nicht sagen. Die Arbeiten an der «Reporter»-Folge würden wohl mehrere Wochen in Anspruch nehmen.

Nur noch bis zu den Frühlingsferien in der Schule

Norma Ammann wird die Primarschule Vordemwald allerdings nur noch bis zu den Frühlingsferien besuchen dürfen. Das haben das Aargauische Departement für Bildung, Kultur und Sport (BKS) und die Schulpflege Vordemwald Ende Januar so beschlossen.

Hans-Ulrich Ammann ist derzeit auf der Suche nach einem alternativen Bildungsangebot für seine Frau. Offenbar hat er in diesem Zusammenhang auch bereits Kontakt zu einer Rudolf-Steiner-Schule aufgenommen. Spruchreif sei aber noch nichts, sagt Ammann.

«Umfassende Gesamtausbildung»

Ammann, der in Vordemwald eine Praxis für Gesundheitsförderung und Ernährungsberatung führt, legt Wert auf die Feststellung, dass seine Frau die Primaschule wegen der «umfassenden Gesamtausbildung» in allen Fächern besuche. Es sei ihm nie darum gegangen die Kosten für einen privaten Deutschunterricht zu sparen.

Norma Ammann ist in Peru in armen Verhältnissen aufgewachsen und musste bereits früh arbeiten, um für ihre Familie Geld zu verdienen. Als Kind hatte sie demnach keine Möglichkeit, in eine Schule zu gehen. (bau)

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