Ständerats-Duell
Schmid bezwingt im TV-Duell Überraschungsmann Bialek klar

Roland Bialek von der EVP hatte in den bisherigen Duells überrascht und alle Gegner aus dem Feld geschlagen. Am Dienstagabend nun fand er in Kurt Schmid (CVP) einen Bezwinger. Der CVP-Kandidat setzte sich mit mit zwei Dritteln aller durch.

Mathias Küng
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Bialek oder Schmid

Bialek oder Schmid

AZ

Roland Bialek will für die EVP in den Ständerat. Er hat im TV-Duell auf Tele M1 schon den «wilden» SVP-Kandidaten Lieni Füglistaller sowie die offiziellen Kandidaten Peter Schuhmacher (Grossrat GLP) und Geri Müller (Nationalrat Grüne) aus dem Feld geschlagen.

Jetzt musste er unter Leitung von Werner De Schepper mit dem ersten Vertreter einer Bundesratspartei die Klinge kreuzen, nämlich mit dem Gemeindeammann von Lengnau, Kurt Schmid (CVP). Und dieser setzte sich beim anschliessenden Voting mit 67 Prozent klar durch. In der nächsten Runde trifft Sieger Schmid auf Pascale Bruderer von der SP.

Weshalb keine Listenverbindung?

Beim Duell selbst schenkten sich die beiden Kandidaten nichts. Ob die EVP statt mit Grünen und Grünliberalen nicht eher eine Listenverbindung mit der CVP hätte eingehen sollen, wollte De Schepper wissen. Bialek sieht die gemeinsame christliche Basis und erinnerte an eine frühere Listenverbindung mit der CVP. Doch jetzt ergab es sich anders. Wird also Kurt Schmid als zweiten Namen auf der Ständeratsliste Bialek aufschreiben, so De Schepper? Das Nein kam prompt. Schmid wird den Namen eines zweiten bürgerlichen Kandidierenden aufschreiben. Er sieht die EVP mit Grünen und Grünliberalen eher auf der linken Seite.

So richtig ins Gehege kamen sich die beiden in der Frage einer nationalen Erbschaftssteuer. Die EVP will zusammen mit anderen eine solche Steuer einführen. Damit könnte man die weit auseinanderstrebenden Lösungen der Kantone ablösen und es gäbe Mittel für die AHV, womit man letztlich die Bevölkerung von Abgaben entlasten könne, so Bialek.

Das sieht Schmid ganz anders. Der Aargau kenne zwar für Erben in gerader Linie keine, für alle anderen aber sehr wohl eine Erbschaftssteuer. Zu dieser guten Lösung will er nicht noch eine nationale Steuer aufpfropfen, aber auch dem Kanton in dieser Frage die Steuerhoheit nicht wegnehmen lassen.

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