Winterschäden auf Strassen
Schlaglöcher machen den Strassenbauern zu schaffen

Der frühe Wintereinbruch und die kalten Temperaturen führen dazu, dass viele Strassen Schlaglöcher haben. Strassenarbeiter sind jetzt damit beschäftigt, diese provisorisch zu flicken. Die Sanierung geht ins Geld.

Lea Durrer
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Strassenschäden Auf der Bruggerstrasse beim Bären in Wildegg kommen die Pflastersteine zum Vorschein.
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Schlaglöcher im Kanton Aargau
Strassenschäden Ein Schild warnt auf der Hauptstrasse in Niederlenz vor den Schlaglöchern
Strassenschäden Die Hauptstrasse in Niederlenz ist ein einziger Flickenteppich
Strassenschäden Auch auf der Schöneggstrasse zwischen Turgi und Untersiggenthal muss der Belag dringend saniert werden.
Strassenschäden Grosse Löcher auf der Schöneggstrasse.
Strassenschäden Holprige Fahrt für das Postauto.
Strassenschäden Strassenschilder warnen auch hier vor Belagsschäden.
Strassenschäden Mit Kaltbelag geflickte Schlaglöcher auf der Bibersteinerstrasse in Küttigen.

Strassenschäden Auf der Bruggerstrasse beim Bären in Wildegg kommen die Pflastersteine zum Vorschein.

Aargauer Zeitung

«Warten können wir uns nicht leisten», sagt Fridolin Vögeli, Chef des Strassenunterhalts im Kanton Aargau. Wird ein Loch im Strassenbelag entdeckt, muss es innerhalb weniger Tage repariert werden.

Die Löcher werden provisorisch mit einem Kaltbelag aufgefüllt und im Frühling durch einen Warmbelag ersetzt. Betroffen sind vor allem ältere Beläge, die sich dem Ende ihrer Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren nähern.

Am schlimmsten betroffen sind die Kantonsstrasse zwischen Turgi und Untersiggenthal und der Bärenkreisel in Wildegg-Möriken. Diese Beläge müssen im Frühling grundsaniert werden.

Kosten in Millionenhöhe

Wie hoch der Aufwand für Flick- und Sanierungsarbeiten ausfällt, kann nur schwer beziffert werden. Dies hänge mit dem Weiterlauf des Winters zusammen, meint Vögeli. Je nach Härte des Winters kann es durchaus sein, dass die ein bis zwei Millionen Franken Mehrkosten vom letzten Winter nochmals erreicht oder gar übertroffen werden.

So nimmt der Strassenbelag Schaden

Bei älteren Belägen bilden sich kleine Ritzen und Fugen. Dringt nun Wasser ein, kann dieses in der Nacht gefrieren und dabei den Asphalt sprengen.

Die Gefahr von Schäden besteht vor allem bei Temperaturschwankungen um den Gefrierpunkt. (lds)

Rechtliche Konsequenten

Im Solothurnischen sind die Strassen um Olten das grösste Problem. «Ansonsten sind die Schäden im Rahmen des letzten Jahres», meint Rudolf Schluep, Abteilungsleiter vom Strasseninspektorat und beziffert: «Etwas mehr als eine Million Franken.»

Nicht jeder Belagbruch stellt auch ein Sicherheitsproblem dar. Ein Loch könne aber durchaus gröbere Auswirkungen haben und bei einem Unfall auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, sagt Fridolin Vögeli, Chef des Strassenunterhalts im Kanton Aargau.

Damit ein Kläger Anspruch gegen ein Bauamt erheben kann, müssten die Löcher tiefer als fünf Zentimeter sein, weiss etwa Rudolf Schluep. Er verweist auf das allgemeine Strassengesetz, das besagt, dass man «nur so schnell fährt, wie es die Strassenverhältnisse erlauben».