Suret

SBB-Unterführung und Autobahn-Brücken für Wildtiere

Rotirsch röhrt (Bild: Franz Ludenberg)

Eine imposante Erscheiung: Rotirsch röhrt (Bild: Franz Ludenberg)

Rotirsch röhrt (Bild: Franz Ludenberg)

Der grösste Wildtierkorridor weit und breit wird mit einer SBB-Unterführung in Angriff genommen. Später folgen Brücken über T5 und die A1.

«Für die Wildtiere ist der Suret zwischen Aarau und Rupperswil ein Knotenpunkt wie Olten für die Eisenbahn.» Das sagt Norbert Kräuchi, Leiter der Abteilung Landschaft und Gewässer im BVU, zur grossen Bedeutung dieses mit Abstand wichtigsten Korridors im Aargau. Der Suret ist die einzige noch mögliche Verbindung für Wildtiere vom Jura Richtung Zentralschweiz.

Aber Gelände und Wälder sind mehrfach durch Verkehrsachsen zerschnitten: Durch zwei Kantonsstrassen, die viergleisige Bahnlinie Aarau-Rupperswil, die T 5 und die Autobahn 1. Ein zusätzliches Hindernis bilden die Betonplatten am Ufer der Aare, «hier muss der Ein- und Ausstieg für die Tiere verbessert werden». Das seit Jahren geplante Projekt Suret kostet zirka 28 Millionen Franken und damit fast die Hälfte aller 33 im Aargau nötigen Vernetzungs-Korridore.

SBB beginnen mit Bauarbeiten

Die neuen Wegnetze für Wildtiere müssen von den Verursachern berappt werden, bei den Bahnlinien sind es die SBB, bei den Autobahnen das Bundesamt für Strassen (Astra). Jetzt machen die Bundesbahnen im Suret Nägel mit Köpfen, will heissen, sie verbreitern die beiden Unterführungen Suhrhard II und Suhrhard III auf die nötigen 12 bis 15 Meter. Die Pläne für das etwa 10 Millionen Franken teure Bauprojekt liegen auf der Gemeindeverwaltung Buchs vom 15. Juni bis 14. Juli öffentlich auf. «Gebaut werden die Betonunterführungen neben den viel befahrenen Bahngleisen und dann 2013 bei einem Unterbruch eingeschoben», erklärt Kräuchi den Ablauf.

Hindernisse im Suret: Aareufer, Kantonsstrassen, Bahnlinie und die Autobahnen T5 und A1. Grün schraffiert Warteräume für Wildtiere. BVU

Suret

Hindernisse im Suret: Aareufer, Kantonsstrassen, Bahnlinie und die Autobahnen T5 und A1. Grün schraffiert Warteräume für Wildtiere. BVU

Als flankierende Massnahme muss auch das Waldwegnetz ergänzt werden, für Wanderer, Jogger, Biker und Reiter steht künftig nur noch die westliche Unterführung zur Verfügung. Denn ohne eine gewisse Ruhe funktioniert der Wildwechsel natürlich nicht - und ohne neue Verbindungen fehlt der Genaustausch, was langfristig zum Tod der Tierpopulationen führen würde.

Holzbrücke über Autobahn T5

Auf dem Autobahn-Zubringer T5 plant der Kanton im geeigneten Gelände nach der KVA Buchs eine begrünte Holzbrücke, welche der Bund ausführen wird. Eine weitere Grünbrücke über die A1 wird das Astra im Wald zwischen Suhr und Hunzenschwil bis 2018 erstellen. «Damit wird das letzte Hindernis dieses Wildtierkorridors von nationaler Bedeutung beseitigt», schreibt Kräuchi zum grossen Projekt.

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