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Rivella Gelb verschwindet aus den Schweizer Regalen

Rivella gelb: In der Schweiz bald nicht mehr erhätlich

Rivella gelb: In der Schweiz bald nicht mehr erhätlich

Rivella Gelb wird aus dem Schweizer Markt gezogen. Auch eine neue Rezeptur ab 2009 verhalf den Umsätzen nicht auf die Sprünge. Als Erster reagierte Coop. Der Detailhändler nahm Rivella Gelb 2010 aus dem Regal, nun folgen die anderen.

Leider blieb der erhoffte Erfolg bis heute aus. Wir haben uns deshalb entschlossen, Rivella Gelb ab 2012 vom Schweizer Markt zu nehmen», sagt Erland Brügger, seit diesem Frühling neuer Rivella-Chef gegenüber der Zeitung «Der Sonntag».

Allerdings: Rivella Gelb verschwindet nicht komplett. Für die Märkte Luxemburg und Frankreich wird es weiter produziert. «In Luxemburg ist es nach Rivella Rot sogar das zweitbeliebteste Rivella», sagt Brügger. Auch sonst laufe es im Ausland zurzeit sehr gut: «Wir können dort kräftig zulegen.» Man bekomme zwar den Euro zu spüren, währungsbereinigt liege man aber deutlich im Plus.

Rund 15 Prozent im Ausland

Rivella erzielt im Ausland rund 15 Prozent des Umsatzes. Wichtigster Auslandmarkt ist Holland. Und in Deutschland sind für die Nummer zwei des Schweizer Süssgetränkemarkts (hinter Coca-Cola) rund 20 Personen im Einsatz. Insgesamt werden heute beim nördlichen Nachbar 3600 Geschäfte und 1500 Gastrobetriebe beliefert.

Das 2009 kommunizierte Ziel, bis Ende 2010 in Berlin rund 500 gehobene Gastrobetriebe zu zählen, wurde hingegen klar verfehlt. Heute sind es erst 170. Der 45-jährige Erland Brügger hat zum Ziel, den Umsatz der Traditionsfirma nach zuletzt stagnierenden Jahren zu steigern.

Bald im Starbucks und bei McDonald's?

Nun kam es offenbar bei der Eigentümerfamilie Barth zu einem Umdenken. Denn bisher waren die deutschen Harddiscounter Tabu. «Wir können auch noch in der Schweiz wachsen», sagt nun Brügger im «Sonntag». «Die Zeiten haben sich geändert. Unsere Kundschaft geht heute nicht mehr nur im Migros und Coop einkaufen, sondern überall, auch bei Aldi und Lidl.» Wobei der Preis natürlich stimmen müsse.

Auch Starbucks und McDonald's sind für den Solothurner interessante Kanäle. «Unsere Herausforderung ist es, Rivella vor allem auch bei den vielen Einwanderern bekannt zu machen.» Zurzeit ist Brügger mit der Geschäftsentwicklung im Detailhandel und der Gastronomie zufrieden.

«Der Umsatz liegt im tiefen einstelligen Prozentbereich über Vorjahr. Wir hatten einen goldenen Herbst.» Den viel diskutiertem Einkaufstourismus bekäme Rivella praktisch gar nicht zu spüren. Und wann kommt eine neue Rivella-Farbe? «Wir werden auch in Zukunft Rivella-Neuheiten lancieren, aber frühestens 2013», sagt Brügger im „Sonntag". Ob es wieder eine neue Farbe geben werde, wisse er noch nicht.

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