Rheinfelden
Feldschlösschen lockt Gäste mit 25 Zapfsäulen ins neue Besucherzentrum «Brauwelt»

Zum Ende des traditionellen Braujahres hat Feldschlösschen das neue Besucherzentrum eingeweiht. In einer gelungenen Kombination aus Tradition und Moderne tauchen die Besucherinnen und Besucher in eine Welt ein, die sich ganz dem Bier widmet.

Dominic Kobelt
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Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz im Interview.

Dominic Kobelt

In längst vergangenen Tagen stand es ganz alleine, umgeben von Feldern, das kleine Schloss in Rheinfelden. Daher rührt auch der Name des Bieres, das darin gebraut wird: Feldschlösschen. Und da, wo früher die Lohnarbeiter ihr Salär abholten, kann man heute mit einem im Bierdeckel integrierten Chip den Zapfhahn bedienen. Am 1. Oktober, an dem historisch bedingt jeweils das neue Braujahr eingeläutet wird, eröffnet die Brauerei ihr neues Besucherzentrum «Brauwelt».

Regierungsrat Alex Hürzeler, Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz und Franco Mazzi, Stadtammann von Rheinfelden, eröffnen die «Brauwelt».

Regierungsrat Alex Hürzeler, Feldschlösschen-CEO Thomas Amstutz und Franco Mazzi, Stadtammann von Rheinfelden, eröffnen die «Brauwelt».

Dominic Kobelt

Dabei ist es auffallend gut gelungen, Modernes und Tradition zu verbinden. «Wir haben versucht, den historischen Charme aus der Entstehungszeit zu erhalten», erklärt dann auch Projektleiterin Gaby Gerber bei der Einweihungsfeier. Innerhalb der 90 Jahre alten Mauern hat man es geschafft, interaktive Anzeigetafeln, Filme, Modelle und spielerische Elemente miteinander zu kombinieren. Entstanden ist eine abwechslungsreiche und informative Erlebniswelt rund ums Thema Bier, in dessen Zentrum 25 rund angeordnete Zapfhähne die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

25 Zapfhähne laden zum Degustieren ein.

25 Zapfhähne laden zum Degustieren ein.

Dominic Kobelt

Neu werden Bierbraukurse angeboten

«Es war ein langer Weg, auf dem eine Idee auf dem Papier zum fertigen Projekt gereift ist», sagte Gerber. 2019 wurde unter Rücksprache mit dem Denkmalschutz mit dem Umbau begonnen. Während die Fassaden des Gebäudes belassen wurden, wurde das Innere neu gestaltet, ohne den Bezug zur Vergangenheit zu verlieren. Auf beiden Etagen wurde ein Raum so erhalten, wie er zur Gründungszeit ausgesehen hat.

Die «Brauwelt» wird sicherlich viele Besucherinnen und Besucher anlocken – sie ist eine gute Ergänzung zu den Brauereibesichtigungen, die bereits seit den 1960er-Jahren angeboten werden. Rund 40'000 Besucherinnen und Besucher nehmen jährlich daran teil. Wer sein Wissen aus der «Brauwelt» gleich in die Tat umsetzen möchte, kann sich für einen Braukurs anmelden und unter fachkundiger Leitung sein eigenes Bier brauen.

An Braukursen kann man sein eigenes Bier herstellen.

An Braukursen kann man sein eigenes Bier herstellen.

Dominic Kobelt

Hürzeler lobt Feldschlösschen als «Vorzeigeunternehmen»

Regierungsrat Alex Hürzeler überbrachte die Glückwünsche der Regierung zu diesem Projekt, das «in Zeiten umgesetzt wurde, die nicht ganz einfach waren». Es sei das Ende eines schwierigen Braujahres, nicht nur wegen Corona, auch wegen des verregneten Sommers. «Trotzdem blicken wir positiv ins nächste Braujahr», so Hürzeler. Er lobte Feldschlösschen als Vorzeigeunternehmen für den Aargau und die ganze Schweiz. Dem Unternehmen komme eine führende Rolle zu, wenn es um innovative Themen gehe, beispielsweise bei der Reduktion des CO2-Ausstosses dank der vollelektrischen Lastwagen, aber auch bei nachhaltigen Verpackungen.

Hürzeler betonte, Feldschlösschen sei für den Aargau nicht nur wirtschaftlich von Bedeutung, sondern auch kulturell. In Rheinfelden könne man sowohl Baukultur als auch Braukultur erleben.

Das Traditionsunternehmen hat auch eine moderne Seite.

Das Traditionsunternehmen hat auch eine moderne Seite.

Dominic Kobelt

Auch Franco Mazzi, Stadtammann von Rheinfelden, zeigte sich stolz über das in seiner Gemeinde ansässige Unternehmen. Eine Umfrage habe gezeigt, dass fast gleich viele Leute das Schloss der Brauerei wiedererkennen würden, wie das Bundeshaus. «Dank des Besucherzentrums Brauwelt wird Feldschlösschen und damit Rheinfelden wohl noch ein bisschen bekannter.»

Chips und Bier: Zweifel und Feldschlösschen öffnen ihre Besucherzentren – der Beitrag von TeleM1.

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