Neat
Reimann fordert Fahrverbot für deutsche LKWs in der Schweiz

Weil Deutschland den Neat-Zubringer wohl nicht rechtzeitig ausbauen will, fordert der Aargauer SVP-Maximilian Reimann ab Eröffnung der Neat im Jahre 2017 ein Fahrverbot für deutsche Lastwage in der Schweiz.

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Maximilian Reimann setzt in Deutschland Druck auf

Maximilian Reimann setzt in Deutschland Druck auf

az/key

Deutschland hat bis jetzt einen Zehntel der nötigen 4 Milliarden für den Neatzubringer bewilligt. Es zeichnet sich immer deutlicher aber, dass die Strecke Basel und Freiburg zu Eröffnung der Neat im Jahr 2017 nicht bereit sein wird. Schweizer Politiker erhöhen nun den Druck auf Deutschland. So etwa der Aargauer SVP-Politker

«Unabhängig von Stuttgart 21 muss Deutschland rechtzeitig den Neat-Zubringer ausbauen», sagte Ständerat Maximilian Reimann (SVP/AG) gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Reimann präsidiert die parlamentarische Delegation Schweiz-Deutschland. Letztmals traf sie sich im vergangenen Juni mit deutschen Bundestagsabgeordneten.

Klartext gesprochen

Beim Treffen hätten die Schweizer Parlamentarier, wie schon bei früheren Gelegenheiten, Klartext gesprochen. Er wolle sich nicht in den deutschen Bahnstreit einmischen, sagte er. Der Ausbau der Strecke Basel-Karlsruhe sei aber für Europa sehr wichtig.

Reimann stellt sich auf den Standpunkt, dass ohne NEAT-Zubringer deutsche Lastwagen künftig die Schweiz nicht mehr durchfahren dürfen. Ausserdem forderte er erneut eine Verknüpfung der Frage um die NEAT-Zubringer mit dem Fluglärmstreit um den Flughafen Zürich: Wenn die Schweiz das Fehlen der Zubringer hinnehmen müsse, solle Deutschland im Gegenzug im Flughafendossier nachgeben. (sda/rsn)

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