Vor 100 Jahre wurde das Grundbuch im Aargau eingeführt, noch heute sind die Daten aus einigen Gemeinden nur in Papierform vorhanden – doch der Umzug der beiden Grundbuchämter von Muri und Bremgarten nach Wohlen ging sehr rasch vor sich. «Am 20. August war Baubeginn, am 24. September konnten die Mitarbeiter die Räume schon beziehen», blickte Meinrad Fürst, Projektleiter bei Immobilien Aargau, an der Eröffnungsfeier zurück.

Anfang Mai entschied der Grosse Rat, dass die beiden Grundbuchämter nach Wohlen zügeln sollten, weil in Bremgarten und Muri mehr Platz für Familiengerichte und Staatsanwaltschaft notwendig war. Andreas Bamert, Leiter Abteilung Register und Personenstand, hielt fest: «Damit ging eine Zeit der Unsicherheit zu Ende.»

Hofmann war Grundbuch-Praktikant

Regierungsrat Urs Hofmann, vor 24 Jahren selber Praktikant auf einem Grundbuchamt, wünschte den Mitarbeitern, «dass Sie Gefallen finden an den neuen Räumen». Er erinnerte an die politische Auseinandersetzung zwischen Wohlen und Bünzen, die beide als Standorte für das neue Freiämter Grundbuchamt im Gespräch waren. Nach dem Entscheid für Wohlen gehe es nun darum, die Digitalisierung der Grundbücher voranzutreiben. Dieser Prozess sollte laut dem Bremgarter Grundbuchverwalter Felix Flory bis Ende 2015 vollzogen sein. Hofmann sagte, der Wechsel zum elektronischen Betrieb komme bei den Grundbuchämtern spät, «weil hier besonders viel Genauigkeit und Zuverlässigkeit gefragt sind».

Freiämter Stroh für Mitarbeiter

Gemeindeammann Walter Dubler bezeichnete das Grundbuchamt als wichtiges Element des Rechtsstaates. Er freute sich, dass der Kanton mit dem Entscheid für Wohlen ein Zeichen gesetzt habe. Dann überreichte Dubler den Mitarbeitern die Schokoladen-Spezialität «Freiämter Stroh» als Willkommensgruss. «Möge Sie der süsse Gruss ermuntern und motivieren», wünschte er sich.