Aargau
Polizei warnt: Ohne Licht auf der Strasse ist es lebensgefährlich

Bedenkliche Bilanz einer Polizeikontrolle am Tag des Lichts: Nach wie vor sind viele Autos und noch mehr Velos ohne korrekte Beleuchtung in der Dunkelheit unterwegs.

toni widmer
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«Ein Einäuger oder ein Rücklicht, das nicht brennt – das kann ja mal passieren, ohne dass es der Autofahrer sofort merkt. Aber wenn hinten oder vorne gar nichts mehr geht, dann wird es lebensgefährlich», sagt Kapo-Mediensprecher Bernhard Graser. Es gäbe offenbar nach wie vor noch (zu) viele Automobilisten, die der Betriebssicherheit ihres Fahrzeuges zu wenig oder gar keine Beachtung schenken würden.

Dieses Fazit zog Graser nach der traditionellen Grosskontrolle am Tag des Lichts. Kantonspolizei und Regionalpolizei führten an diesem Tag gezielte Verkehrskontrollen durch und hatten dabei insbesondere die Beleuchtung von Fahrrädern und Mofas, aber auch jene der Motorfahrzeuge im Fokus. Insgesamt wurden im Rahmen dieser Aktion rund 500 Fahrräder und Mofas und ebenso viele Autos kontrolliert. Die Bilanz stellt den Verkehrsteilnehmern nicht eben das beste Zeugnis aus. 20 Velo- oder Mofafahrer mussten gebüsst werden, weil sie gänzlich ohne Beleuchtung unterwegs waren. Daneben mussten 45 Schülerinnen und Schüler den Schulpflegen gemeldet werden, die mit ihren fahrbaren Untersätzen ohne Licht unterwegs waren. Bei weiteren 51 Zweiradfahrerinnen oder -fahrern beliess es die Polizei bei
einer Verwarnung. In diesen Fällen brannte wenigstens ein Licht. Bei den Motorfahrzeugen verwarnte die Polizei 86 Lenker wegen Mängeln an der Beleuchtung ihrer Autos, drei Automobilisten mussten verzeigt werden.

Laut Fazit der Polizei war rund ein Viertel aller Fahrzeuge mit nicht korrekter Beleuchtung unterwegs. Besonders zu denken gibt der Polizei die grosse Zahl der Kinder, die ohne jede Beleuchtung unterwegs waren. Hier seien die Eltern gefragt.