Atomdebatte

Polizei und Organisatoren loben friedliche Anti-AKW-Kundgebung

Trotz des Grossaufmarsches der AKW-Gegner verbrachte die Polizei einen ruhigen Sonntag

Trotz des Grossaufmarsches der AKW-Gegner verbrachte die Polizei einen ruhigen Sonntag

Einen Tag nach der nationalen Anti-AKW-Kundgebung mit rund 20'000 Teilnehmenden in Kleindöttingen haben die Kantonspolizei Aargau und die Organisatoren eine positive Bilanz gezogen.

"Es war auch für uns ein guter Tag", sagte Stephan Rheinhardt, Kommandant der Kantonspolizei, am Montag vor den Medien in Aarau. Die Kundgebung sei "eine friedliche Veranstaltung im Rahmen der behördlichen Bewilligung" gewesen.

Es sei zu keinerlei Gewaltanwendung oder Sachbeschädigungen gekommen. Die vom Netzwerk "Menschenstrom gegen Atom" als Organisator im voraus erlassenen "Gewaltfrei-Richtlinien" seien eingehalten worden. Auch die Demonstranten hätten sich korrekt verhalten.

Insgesamt waren 450 Polizeikräfte im Einsatz gestanden. Die Kantonspolizei habe eng mit Regionalpolizeien, dem Grenzwachtkorps sowie mit den Polizeibehörden der angrenzenden Regionen auf deutscher Seite zusammengearbeitet. Alle hätten einen guten Beitrag zum friedlichen Ablauf der Veranstaltung beigetragen, hielt Reinhardt fest.

Organisatoren loben Zusammenarbeit

Auch das Netzwerk "Menschenstrom gegen Atom", dem knapp 150 linke und ökologische Gruppierungen angehören, zog eine positive Bilanz. Gemeinsames Interesse sei die Sicherheit für alle Beteiligten gewesen, sagte Michael Tanner. Der Koordinator des Netzwerkes nahm als Gast an der Medienkonferenz der Polizei teil.

Die Anti-AKW-Kundgebung sei ein "starkes Zeichen" gewesen, betonte Tanner. Man hoffe, dass der aufgebaute Druck anhalte. Die Vergangenheit zeige jedoch, dass es sich auszahle, bereit zu sein. Die Grossdemonstration sei auch ein Tag für vielen kleinen Organisationen gewesen.

Ob im kommenden Jahr erneut ein Protestmarsch stattfinden wird, steht gemäss "Menschenstrom gegen Atom" noch nicht fest. Erstmals hatte das Netzwerk im Mai 2010 beim AKW Gösgen im solothurnischen Niederamt gegen die Atomenergie demonstriert. Damals liefen rund 4500 Personen mit.

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