Der Aufschrei war gross, als das kantonale Departement für Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) im Dezember 2009 in einer Nacht- und Nebelaktion beschloss, dass ab Januar 2010 fürs Aufhängen von Wahl- und Abstimmungsplakaten eine Bewilligung verlangt würde.

Ein halbes Jahr später überwies der Grosse Rat mit grosser Mehrheit und gegen den Willen der Regierung ein Postulat, das verlangte, dass die Bewilligungspflicht wieder rückgängig zu machen sei.

Ab September 2011 wird das der Fall sein. Wahl- und Abstimmungsplakate dürfen im Kanton wieder bewilligungsfrei bis 100 Meter nach der Ortsgrenze im Ausserortsbereich aufgestellt werden.

Keine Bewilligung mehr für Hasenstall

Der Regierungsrat hat diese Änderung im Rahmen der neuen Bauverordnung vorgenommen. Ein Teil der Verordnung tritt am 1. September in Kraft.

Ebenfalls nicht mehr bewilligungspflichtig ist das Errichten von Kleinstbauten, sofern diese nicht höher als 2,5 Meter sind und eine Grundfläche von 5 Quadratmetern nicht überschreiten. Für den Bau einen kleinen Gartenhäuschens oder eines Hasenstalls braucht es in Zukunft also keine Bewilligung mehr.

Ebenfalls erleichtern will der Regierungsrat den Bau von Solaranlagen mit einer Fläche bis 200 Quadratmetern. Diese sollen grundsätzlich im vereinfachten Verfahren bewilligt werden. Für Gebäude in der Umgebung eines Denkmals oder in geschützten Kernzonen gelten diese Verfahrens-Vereinfachungen allerdings nicht. (rsn)