Pandemie
Nach einem Monat «Büezer-Beizen»: Wie kommt das Angebot bei Aargauer Wirten und Gästen an?

«Büezer» sowie Restaurant-Besitzer haben in der Corona-Krise gelitten. Mit den so genannten «Büezer-Beizen», die geöffnet sein dürfen, wollte man dem entgegenwirken. Wie kommt die Idee bei den Aargauer Gästen an und lohnt sich der Mehraufwand für die Wirte?

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Der Tele M1-«Aktuell»-Beitrag zum Thema.

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Trotz der nach wie vor anhaltenden Pandemie gibt es im Restaurant Traube in Küttigen jeden Mittag etwas Warmes zu Essen. Die «Büezer» freuts – doch fehlen tut ihnen doch etwas. «Das man so auf Distanz mit seinen Arbeitskollegen sitzen muss, ist schon etwas störend», erklärt Kundenmaurer und Restaurantgast Fritz Schwarz gegenüber dem Regionalsender Tele M1.

Diese Abstände zwischen den einzelnen Gästen bekommt auch Patrick Michel zu spüren. Der Trauben-Wirt hat sein Restaurant seit Anfang März als «Büezer-Beiz» geöffnet. Voll ist sie am Mittag deswegen aber nicht. «Jeder Gast muss zum anderen 1,5 Meter Abstand halten», so Michel. «Das ist wohl auch das, was derzeit mancher vom Restaurantbesuch abschreckt.»

Ein Stück wiedererlangte Lebensqualität

Auch wenn die wenigen «Büezer» das Angebot der teilnehmenden Aargauer Restaurants schätzen: rentieren tut es für die Wirte nicht. Das merkt man auch im Gasthof Schützen in Aarau. Gerade einmal drei bis zehn Gäste werden hier pro Mittag verpflegt. Manuela Schmid, Geschäftsführerin des «Schützen» sagt: «Die Erwartung war von Anfang an nicht riesig, probieren mussten wir es aber.» Man sei über jeden Gast froh, der zusätzlich zum Takeaway- und Lieferservice dazukomme. Mehraufwand gebe es deshalb nicht.

Nach gut einem Monat mit den «Büezer-Beizen» ist klar: Für die Wirte springt dabei kaum etwas heraus. Für die «Büezer» allerdings bedeutet die warme Verpflegung am Mittag ein Stück wiedererlangte Lebensqualität.