Tierschutz
Neue Tierschutzinitiative will Treibjagd verbieten

Aargauer Tierschützer haben eine kantonale Volksinitiative zur Abschaffung der Treibjagd zustande gebracht.

Merken
Drucken
Teilen

Keystone

Im Kanton Aargau haben die Tierschützer ihre Volksinitiative zum Verbot der Treibjagd durch Hunde und Menschen eingereicht.

Das Begehren verlangt, dass das Verbot im Jagdgesetz verankert wird. Das Volk hatte 2005 eine gleichlautende Initiative deutlich verworfen.
Das Begehren sei mit mehr als den 3000 notwendigen Unterschriften eingereicht worden, sagte Urs Meier, Generalsekretär der Staatskanzlei Aargau, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die einjährige Sammelfrist läuft am kommenden Dienstag ab.
Das Hetzen der Wildtiere sei «tierquälerisch, unethisch sowie unnötig», hält der Verein zum Schutz der bedrohten Wildtiere in der Begründung des Begehrens fest. Das kantonale Jagdgesetz solle so
geändert werden, dass die Treibjagd durch «Hunde, Menschen und Hilfsmittel aller Art» untersagt werde.
So genannte Hegeabschüsse von kranken, schwachen und verletzten Tieren könnten problemlos ohne Treibjagden vorgenommen werden. Weil der Zahl der Luchse im Aargau steige, hätten die Wildtiere wieder einen natürlichen Feind, heisst es weiter.
Der Verein hatte bereits vor fünf Jahren eine Initiative mit dem gleichlautenden Titel eingereicht. Im November 2005 lehnten die Stimmberechtigten das Begehren in der Volksabstimmung mit einer Nein-Mehrheit von 63,8 Prozent ab.