Am 21. Mai stimmen die Buchserinnen und Buchser darüber ab, ob der Bärenplatz – die Wiese vor dem Gemeindesaal – an einen Investor verkauft werden soll oder nicht. Dieser will darauf eine Überbauung mit Gewerberäumen, altersgerechten Wohnungen und einem Restaurationsbetrieb erstellen. Zudem soll ein Teil des Areals als Platz erhalten bleiben. Der Einwohnerrat hatte dem Verkauf zugestimmt, gegen den Beschluss ist aber das Referendum zustande gekommen.

Das Referendumskomitee nutzt nun die Zeit bis zur Volksabstimmung, um das Thema im Dorfgespräch zu halten. Am Mittwoch, 22. Februar, gibt es dazu eine Informations- und Diskussionsveranstaltung, moderiert von Unternehmensentwickler Daniel Vogel. «Es ist uns ein Anliegen, der interessierten Buchser Bevölkerung Gelegenheit zu geben, Fragen zu stellen, Meinungen zu äussern oder mögliche Ideen für die Platzgestaltung zu entwickeln», schreibt das Referendumskomitee «Bärenplatz für alle» auf einem Flyer.

Das Komitee besteht, so liest man auf dem Flyer, aus den Einwohnerräten Maja Frey (EVP), Heidi Niedermann (CVP), Werner Schenker (Grüne) und Dimitri Spiess (SP). Aufmerksamen Beobachtern wird auffallen, dass ein Name fehlt: Guido Schuler. Der freisinnige Kreisschulrat war früher ebenfalls Teil des Komitees und hatte Unterschriften für das Referendum gesammelt. Ist er ausgestiegen?

Ziel mit Referendum erreicht

«Ja, ich habe den Austritt aus dem Komitee erklärt», sagt Schuler. Er habe sich dafür eingesetzt, dass der Stimmbürger überhaupt über diese wichtige Frage entscheiden könne. «Das Referendum ist mehr als deutlich zustande gekommen, was mich sehr freut, da ich mit dem Gemeinderat keineswegs einverstanden war, diesen Landverkauf nur durch den Einwohnerrat entscheiden zu lassen», sagt er weiter. Im Vordergrund seien für ihm Bürgernähe und rechtsstaatliche, demokratische Erwägungen gestanden.

«Zwei verschiedene Dinge»

Zur Frage, ob das Volk dem Verkauf zustimmen soll oder nicht, werde er sich nicht öffentlich äussern. «Erstens halte ich die Stimmbürger für klug genug, hier die richtige Entscheidung zu treffen», so Schuler. Zweitens sei er im Bauwesen in leitender Funktion tätig und möchte deshalb bei diesem Geschäft nicht öffentlich Position beziehen. «Grundsätzlich sind es ja auch zwei Dinge: das Referendum als solches und die Abstimmung über dieses, für die Gemeindeentwicklung sehr wichtige Geschäft.»

Informations- und Diskussionsveranstaltung: Mittwoch, 22. Februar 2017, 19.30 bis 21 Uhr, Foyer Gemeindesaal, Buchs